Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneGodzilla (Remake 2014)

Japanisches Kulturgut neu verfilmt

Und schon waren es 30 Filme – denn so viele gibt es bereits über das japanische Monster Godzilla. Ab Donnerstag, dem 15. Mai 2014, kommt die aktuelle US-amerikanische Variante in die deutschen Kinosäle. Wir haben uns bereits ein Bild machen können. Selbstverständlich mit 3D-Brille. Unsere Filmkritik gibt es jetzt zu lesen.

Die Geschichte

Godzilla macht sich bereit (Foto: Warner Bros)

Godzilla macht sich bereit (Foto: Warner Bros)

1999. Die Eheleute Brody arbeiten als Wissenschaftler in einem japanischen Atomkraftwerk. Joe (Bryan Cranston, der Typ aus „Breaking Bad“) versucht, eine seismische Auffälligkeit zu enträtseln. Als er eines Tages mit seinen Forschungen fortfährt, gibt es einen fatalen Zwischenfall. Joe kann sich retten. Doch für seine Frau (Juliette Binoche) kommt jede Hilfe zu spät. Die komplette Anlage wird zerstört. Später berichtet die Presse von einem vermeintlichen Erdbeben.

15 Jahre danach. Die Stadt um das ehemalige Kraftwerk gilt als Sperrzone. Sie ist atomar verseucht. Joes Sohn Ford (Aaron Taylor-Johnson) befindet sich auf dem Weg nach Japan. Er will seinen Vater zur endgültigen Heimreise bewegen. Doch dort angekommen überredet der ihn, mit ihm das Sperrgebiet aufzusuchen. Joe sucht nach einigen Disketten mit Aufzeichungen. Allerdings bleibt ihr Ausflug nicht unbemerkt, und das Militär nimmt sie fest.

Im Lager, das an der selben Stelle steht, wie das Atomkraftwerk früher, wird an einem geheimen Experiment gearbeitet. Joe erkennt Parallelen zu seinen damaligen Untersuchungen. Man ignoriert aber seine Warnungen. „Muto“ – ein riesiges Insekt erwacht schließlich zum Leben. Wer kann dieses atomkraft-absorbierende Monster jetzt noch aufhalten?

Filmkritik „Godzilla (Remake 2014)“

Elle Brody (Elizabeth Olsen) auf der Flucht (Foto: Warner Bros)

Elle Brody (Elizabeth Olsen) auf der Flucht (Foto: Warner Bros)

Nuklearwaffentests, Naturkatastrophen und radioaktive Unfälle – nicht schön, aber für Filmemacher guter Stoff, um Drehbücher zu schreiben. Nach Roland Emmerichs erster US-amerikanischer Verfilmung aus dem Jahr 1998, traut sich nun Jungregisseur Gareth Edwards an das Thema. Edwards machte sich bereits mit „Monsters“ einen Namen im Horror-Genre.

Erleichtert können wir sagen, dass es ihm geglückt ist, mit „Godzilla (Remake 2014)“ einen abwechslungsreichen und sehenswerten Endzeit-Streifen abzuliefern. Das hat mehrere Gründe. Zum einen spinnt er die ursprüngliche Geschichte von Atomwaffentests aus den 50er Jahren elegant in das aktuelle Zeit- und Filmgeschehen ein. Unterschwellig ergeben sich Parallelen mit dem Fukushima-Unglück oder der Tsunami-Katastrophe. Zum anderen bleibt uns die gut besetzte Schauspielerriege positiv im Gedächtnis. Aaron Taylor-Johnson, Elizabeth Olsen und „Breaking Bad“-Star Bryan Cranston ergeben ein starkes Trio. Und nicht zu vergessen: der schon fast sympathische Godzilla. Schließlich rettet er einigen Millionen, wenn nicht Milliarden, Einwohnern Amerikas das Leben.

Godzilla nach getaner Arbeit (Foto: Warner Bros)

Godzilla nach getaner Arbeit (Foto: Warner Bros)

In puncto Spezialeffekte gibt es allerdings einige Schwächen. Die sind zwar auf hohem Niveau. Aber hin und wieder wirken einstürzende Hochhäuser oder aufgewühlte Nebelschwaden einen Tick zu unecht. Vor allem das neugeborene Rieseninsekt sieht aus, als wäre es aus Gummi geformt.

Die Versionen

„Godzilla (Remake 2014)“ hat eine Freigabe ab 12 Jahren erhalten und läuft 123 Minuten. Es gibt eine 3D- und eine 2D-Version.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Satte zwei Stunden Unterhaltung mit monstermäßigem Happy End.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Godzilla (Remake 2014)"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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