Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneDie Frau in Schwarz (Remake 2012)

Eine verträumte Gruselgeschichte.

Hauptdarsteller Daniel Radcliffe will im Film „Die Frau in Schwarz“ sein Harry-Potter-Image ablegen. Der Geister-Grusel basiert auf dem gleichnamigen Roman von Susan Hills aus dem Jahr 1983. Es ist bereits die zweite Verfilmung von „The Woman in Black“. Die erste lief 1989 im britischen TV.

Die Geschichte

Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) geht ein Licht auf (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) geht ein Licht auf (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Arthur Kipps (Daniel Radcliffe) ist ein junger Londoner Anwalt. Er lebt in der Vergangenheit, denn vor drei Jahren hat er seine Frau Sophie verloren. Jetzt bleiben ihm nur noch sein Sohn Edward und die Erinnerung an damals.

Er bekommt den Auftrag, in die Provinz zu reisen und den Nachlass von Madame Alice Drablow aufzulösen. Die alte Dame wohnte im „Eel Marsh House“ – einem Herrenhaus, über dem ein Fluch liegt. Gleich zu Beginn schließt er Bekanntschaft mit dem Gutsbesitzer Sam Daily. Der fährt ihn zum Wirtshaus des Ortes. Obwohl er eine Reservierung hat, verweigert ihm der Kneipier das Zimmer. Er will hier keine Fremden aus London, und schon gar nicht jemanden, der irgendetwas mit jenem verfluchten Haus zu tun hat. Auf Bitten der Wirtsfrau bekommt Arthur schließlich doch noch eine Bleibe für eine Nacht. Es ist das Dachzimmer, indem früher ein schrecklicher Unfall passierte. Arthur weiß nichts davon, fühlt sich aber unwohl.

Am nächsten Morgen will er die alte Villa besichtigen. Der Besuch beim Rechtsanwalt Jerome endet damit, dass offiziell keinerlei weitere Recherchen nötig sind. Arthur soll zurück nach London. Aber er lässt nicht locker und will seinen Auftrag zu Ende führen. Im Eel Marsh House warten riesige Zettelberge auf ihn. Seltsame Geräusche im oberen Stockwerk unterbrechen seine Arbeit immer wieder. In der Villa scheint es tatsächlich zu spuken. Aber das ist nicht alles.

Filmkritik „Die Frau in Schwarz (Remake 2012)“

Der Küstennebel wäre das kleinste Problem (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Der Küstennebel wäre das kleinste Problem (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Wer fühlen will, muss sehen, und wer sich gruseln will, der erst recht. Beim aktuellen Geisterfilm „Die Frau in Schwarz“ ist Gänsehaut garantiert. Regisseur James Watkins hat viel Wert auf Atmosphäre gelegt und damit einen makellosen Gruselschauplatz geschaffen. Selbst ein Tim Burton hätte die düstere Stimmung nicht besser hinbekommen.

Alle Voraussetzungen sind damit erfüllt, möchte man meinen. Doch was einen richtig guten Gruselfilm ausmacht, ist der Überraschungsmoment. Und der fehlt leider. Ab Mitte des Films passiert nichts mehr unerwartet. Viel zu früh versteht man, was die Frau in Schwarz bedeutet und wie der Fluch des Hauses aufgelöst werden kann. Auch wird klar, welche Konsequenzen sich daraus ergeben. Die restlichen 40 Minuten sind zäh wie Kaugummi. Dann die Schlussszene – bingo, alles wie vermutet.

Für die drei Mädchen ist der Film gleich zu Ende (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Für die drei Mädchen ist der Film gleich zu Ende (Foto: Concorde Filmverleih GmbH)

Bleibt noch der Star in der Hauptrolle. Daniel Radcliffe meistert seine Aufgabe so gut es geht. Die Gefahr ist natürlich groß, mit den Filmcharakteren früherer Rollen in Verbindung gebracht zu werden. Und so fällt es uns als Zuschauer in der Tat sehr schwer, nicht ständig Harry Potter in Arthur Kipps zu sehen.

Die Versionen

Im Kino läuft „Die Frau in Schwarz“ 95 Minuten über die Leinwand und wurde von der FSK ab 12 Jahren freigegeben. Kinostart in Deutschland ist der 29.03.2012. Dank Trailer Show ist die DVD mit dem blauen Siegel gekennzeichnet.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Optisch grandios in Szene gesetzt, bleibt doch die Abwechslung auf der Strecke.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Die Frau in Schwarz (Remake 2012)"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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