Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneDead Cert

Vampir-Action-Horror

Dracula ist tot, lang lebe Dracula. Jahrzehnte nach dem Ende der legendären Hammer-Studios erheben sich auch in England die Vampire wieder aus ihren Grüften und mischen diesmal die Unterwelt auf.

Die Geschichte

Moderne Vampire bleiben lieber auf dem Teppich (Foto: Splendid Film)

Ex- Gangster Freddie Frankham, genannt Dead Cert, hat genug vom Leben in der Unterwelt und wagt den Schritt in die Bürgerlichkeit. Sein neu eröffneter Nachtclub brummt vom ersten Tag an. Alles scheint so zu laufen, wie er es sich vorgestellt hat.

Doch dann taucht ein Trupp Gangster aus Rumänien auf und bedroht ihn. Freddie, der sich immer noch auf Erfahrungen aus seiner eher anrüchigen Zeit verlässt, lässt die Brüder abblitzen. Er muss aber sehr schnell feststellen, dass sie eine Hutnummer zu groß für ihn sind. Bei genauerem Hinsehen entpuppen sie sich nämlich als Vampire. Und sie schaffen es, den Club an sich zu reißen.

Doch so leicht lässt sich Freddie nicht die Butter vom Brot nehmen und nimmt den ungleichen und äußerst blutigen Kampf mit ihnen auf.

Filmkritik „Dead Cert“

Cooler Blick, dicke Wumme. Dead Cert in Arbeits-Pose (Foto: Splendid Film)

Ach nö! Schon wieder Vampire. Kann nicht mal jemand diese Knaben zum Arbeitsamt schicken, damit sie einen gut bezahlten Job als Bürolocher bekommen?

Tief durchatmen und nochmal von vorn: Vampire sind ja inzwischen wie ein Magengeschwür, das sich einfach nicht mehr verscheuchen lässt. Glücklicherweise geht dieser Film mal etwas origineller mit den Langzähnen um.

Zunächst hat „Dead Cert“ gar nichts mit Vampiren zu tun. Vielmehr erinnert der Streifen an einen Gangsterfilm mit allen dafür notwendigen Zutaten. Nur langsam wird klar, dass es hier nicht bei bleihaltiger Luft bleibt, sondern dass noch ganz andere Zeitgenossen mitmischen. Der klassische Kampf Gut gegen Böse entwickelt sich hier zum Kampf zwischen „nicht ganz so gut“ und „voll krass fies, ey“. Dahinter verbirgt sich eine kleine Schwäche, denn mit keinem der Protagonisten möchte der Zuschauer wirklich mitfiebern.

Nichtsdestotrotz: Nach anfänglichen Längen entwickelt sich eine spannende Geschichte mit einem furiosen Finale, bei dem reichlich rote Farbe nicht fehlen darf. Der häufig verwendete Vergleich zu „From Dusk Till Dawn“ ist jedoch unangebracht. Nicht zuletzt, weil dieser Film eher unerfreulich humorlos ist.

Die Versionen

Die DVD-Fassung hat eine Laufzeit von 89 Minuten und ist von der FSK ab 18 Jahren freigegeben. Für die Kinofassung ist eine Länge von 94 Minuten angegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Durchaus spannender Vampir-Horror mit reichlich Action. Kein Klassiker, aber gut.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Dead Cert"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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