Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneBlubberella

Alle in Deckung! Uwe Boll hat eine Komödie gedreht.

Uwe Boll, der Großmeister des geistigen Dünnpfiffs hat sich diesmal selbst übertroffen. Im möglichst negativen Sinne. Folgen wir also einer adipösen Kampf-Amazone im Kampf gegen Nazis.

Die Geschichte

Blubberella ist ein Dampir. Wir erinnern uns an Bloodrayne? Ein Dampir ist halb Mensch, halb Vampir. Blubberella ist ständig hungrig (was auch nicht zu übersehen ist), kann ziemlich gut mit Schwertern umgehen und hasst Nazis. Diese jagt sie dann auch. Wir ignorieren dabei geflissentlich die Anachronismen, wie beispielsweise Notebooks in den Vierzigern.

Ach ja: Hitler trifft sie dabei auch (grottenschlecht von Boll höchstpersönlich gespielt), es gibt einen Nazi-Arzt, der grausame Experimente mit Vampiren anstellt, und ziemlich viele Nazis, die unsere Heldin wahlweise mit Schwertern oder Nudelhölzern traktiert.

Filmkritik „Blubberella“

Es ist ganz offensichtlich: Boll wollte witzig sein. Dumm daran ist nur, dass der Film genau das nicht ist. Er ist wahlweise blöd, peinlich, geschmacklos, idiotisch, völlig überflüssig.

Die billige Aneinanderreihung aus eher infantilen „Späßen“ bringt uns nicht ein einziges Mal zum Lachen. Die eingepflegte Parodie auf das mehrfach preisgekrönte Sozialdrama „Precious“ ist so peinlich, dass sie für Fans dieses Streifens nicht einmal mehr ärgerlich sein kann. Die geschmacklosen Scherze mit Juden in Güterwaggons hätte Boll sich von vornherein schenken können. Die Ausführungen des Nazi-Arztes, der Vampire mit Filmkritikern gleichsetzt, ist in erster Linie entlarvend.

Dies sind nur drei Beispiele aus 83 Minuten impertinentem Schwachsinn – gegipfelt durch Bolls höchsteigene Performance als Adolf Hitler. Fremdschämer sollten an dieser Stelle den Schnellvorlauf bemühen, um nicht ertragen zu müssen, wie sich ein erwachsener Mensch so nachdrücklich zum Idioten macht.

Es gibt Trash-Komödien, die wirklich witzig sind. Die können auch gern unter die Gürtellinie gehen und mit Geschmacklosigkeiten um sich werfen. Ein sehr schönes Beispiel dafür ist „Chillerama“. Bei „Blubberella“ ist nichts originell oder witzig. Die durchschnittliche Nutzerbewertung von 2,6 in der Internet Movie Database unterstreicht dieses filmische Fiasko trefflich.

Es erschien uns seinerzeit schon verwunderlich, dass Splendid Film keine Rezensionsexemplare herausgerückt hat. Nachdem wir nun dennoch im eher privaten Rahmen dieses Machwerk bewundern durften, attestieren wir Splendid hiermit einen sehr gesunden Überlebenswillen.

Die Versionen

Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben. Das geht aufgrund der eher moderaten Gewaltdarstellungen auch in Ordnung. Die Laufzeit beträgt daher ungekürzt (unerträglich lange) 83 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Noch so ein Film und ich kündige!

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Blubberella"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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