Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneBloodrayne

Uwe Boll, der Meister des gepflegten Schwachsinns, setzt uns hier eine krude Vampirgeschichte vor. Na gut.

Der erste Teil von Uwe Bolls Bloodrayne-Trilogie protzt mit erstklassiger Besetzung (Ben Kingley, Michael Madsen, Geraldine Chaplin, Udo Kier), hat aber sonst kaum was zu bieten. Kaum zu glauben, dass es zu diesem Machwerk zwei Fortsetzungen gibt.

Die Geschichte

Rayne (Kristanna Loken) ist nicht nur ein einfacher Vampir – nein, sie darf sich Dampir nennen, eine Kreuzung aus Mensch und Vampir. Ihr Vorteil: Sie geht nicht gleich in Flammen auf, wenn sie ein Kreuz in die Hand nimmt, und ganz so böse ist sie auch nicht.

Allerdings schwört sie Rache gegen ihren eigenen Vater Kagan (Ben Kingsley), den Vampir, der ihre Mutter auf dem Gewissen hat. Sie schließt sich einer Bruderschaft an, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Vampire zu jagen und zu vernichten. Gemeinsam metzeln sie sich durch das Land, ehe Rayne ihrem Vater gegenübersteht und es zum alles entscheidenden Kampf kommt.

Filmkritik „Bloodrayne“

Eigentlich sieht der Streifen gar nicht mal so schlecht aus: Die Besetzungsliste liest sich bombastisch (siehe unten). In Sachen Kamera, Musik, Beleuchtung und Stimmung hat auch niemand danebengegriffen. Aber dann …

Als Bollwerk bezeichnet man eigentlich ein gigantisches Bauwerk – meist zum Schutz vor Feinden. Jetzt gibt es noch eine zweite Definition: Gigantischer Schwachsinn, dem der Zuschauer schutzlos ausgeliefert ist.

Die Geschichte von Blödrayne … äh… Bloodrayne ist so flach, dass der Bodensee daneben wie der Mount Everest wirkt. Von Spannungsbogen kann überhaupt keine Rede sein. Bereits nach wenigen Filmminuten ist der Schluss klar. Müde betrachten wir das Geschehen und lassen uns auch von den Blutfontänen nicht aus dem Sitz reißen.

Hilfreich beim Betrachten dieses Films ist es, das Gehirn auf maximal 10 Prozent Leistung herunterzufahren. Mehrere wohlgezielte Schläge mit dem Nudelholz könnten ebenfalls helfen.

Die Versionen

Die 93-minütige Kinoversion ist auf DVD erhältlich. Dank billiger CGI-Blutfontänen ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Hirnamputierter Schwachsinn. Punkt.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Bloodrayne"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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