Matomo

Bewertung: 3/5 Sterne

Filmkritik Black Friday – Überlebenschance stark reduziert!

Monster im Angebot

Der Schwarze Freitag findet in ein paar Wochen am 25. November 2022 statt. Doch die gleichnamige Horrorkomödie „Black Friday“ mit dem Zusatztitel „Überlebenschance stark reduziert!“ lief bereits letztes Jahr an und handelt von einem Spielzeugladen, in dem es von Zombie-Monstern nur so wimmelt. Neben einer kleineren Rolle im Film fungiert Bruce „Ash“ Campbell als Co-Produzent. Damit stellen wir uns die Frage: „We Love Toys“ oder „Hau weg den Scheiß“? Mehr dazu in unserer Filmkritik.

Die Handlung

Wie sieht's hier denn aus? (Foto: Capelight Pictures)

Wie sieht’s hier denn aus? (Foto: Capelight Pictures)

Es ist Thanksgiving-Abend. Ken (Devon Sawa) hat heute nicht frei. Er arbeitet in einem riesigen Spielzeugladen mit dem Namen „We Love Toys“. Nachdem er seine beiden Töchter zur Exfrau gefahren hat, holt er seinen Kollegen Chris (Ryan Lee) von zu Hause ab. Auf dem Parkplatz angekommen, warten schon etliche Schnäppchenjäger vor der Eingangstür des Geschäfts. Filialleiter Jonathan (Bruce Campbell) will pünktlich Mitternacht öffnen, um den „Black Friday“-Verkauf einzuläuten. Und so müssen die Mitarbeitet noch etliche Vorbereitungen treffen.

Währenddessen wird ein Mitarbeiter während seiner Raucherpause von einem Parasiten angegriffen. Er verwandelt sich in ein monsterartiges Wesen. Als sich kurz darauf die Ladentüren öffnen, stürmen nicht nur Kaufwillige, sondern auch Infizierte den Laden. Jede Verletzung von ihnen führt dazu, dass sich die Opfer in einen Zombie verwandeln. Und in diesem Zustand wollen diese Monster nur noch eins: Menschenfleisch!

Nicht schon wieder eine Zombie-Umarmung! (Foto: Capelight Pictures)

Nicht schon wieder eine Zombie-Umarmung! (Foto: Capelight Pictures)

Jonathan will sich das Geschäft am verkaufsstärksten Tag im Jahr aber nicht kaputt machen. Doch dieser Zwischenfall zwingt ihn dazu. Und so muss er zähneknirschend die Türen schließen. Er verbarrikadiert sich mit den restlichen Mitarbeitern im Lager. Sie beschließen, den Laden aufzugeben und sich in Sicherheit zu bringen. Da Ken ebenfalls gebissen wurde, will er sich opfern und den anderen ein wenig Zeit verschaffen. Doch der Plan geht irgendwie schief. Statt mit mehreren Zombies haben es die Übriggebliebenen nun mit einer riesigen Kreatur zu tun. Und dann bricht auch noch Feuer aus…

Filmkritik „Black Friday – Überlebenschance stark reduziert!“

Wer stört? (Foto: Capelight Pictures)

Wer stört? (Foto: Capelight Pictures)

Mit ein paar Tagen, beziehungsweise Monaten, Verspätung konnten wir nun endlich den Film „Black Friday“ sichten. Das ist auch okay so, schließlich passt der Streifen ganz wunderbar zum vergangenen Halloween-Fest: ein bisschen Ash – ein bisschen Trash. Schließlich hatte hier Horrorikone Bruce Campbell seine Finger im Spiel. Der Evil-Dead-Star bekam eine Rolle als Filialchef, die zu ihm auch soweit passt. Inwieweit er das Filmgeschehen als Mitproduzent beeinflussen konnte, ist uns allerdings nicht bekannt. Auf jeden Fall hat es nicht gereicht. Denn „Black Friday“ spielt leider nur in der Mittelklasse.

Die Geschichte, die uns hier aufgetischt wird, kann man grundsätzlich so akzeptieren. Sie ist weder tiefgründig noch kompliziert. Die Spezialeffekte sind okay und wirken teilweise sehr grotesk. Doch es gibt mitunter Momente, da sieht es zu sehr nach Computerbearbeitung aus. Vor allem – Achtung Spoiler – die Szene mit dem Endgegner. King Kong lässt grüßen! Die verwendeten Masken und Kostüme sind hingegen aufwändig gestaltet – siehe Szenenfoto. Das ist eines der größten Pluspunkte im Film.

Friedhof der Teddybären (Foto: Capelight Pictures)

Friedhof der Teddybären (Foto: Capelight Pictures)

Ansonsten bewegt sich „Black Friday“ in puncto Gewaltgrad und was die Menge an Blut betrifft, auf einem akzeptablen Niveau. Die schauspielerische Leistung finde ich persönlich ebenfalls gar nicht verkehrt. Charaktere und Besetzung passen gut. Die Dialoge gehen in Ordnung, auch wenn sie häufig aufgesetzt komisch rüberkommen. Was tatsächlich nervt, sind die teilweise öden Gesprächsinhalte. Stichwort: langatmige Problemdiskussion im Lager und zwischen den Regalen tobt der Krieg. Da fehlt mir vor allem die passende Gewichtung der zeitlichen Koordination. Ansonsten irritieren im weiteren Filmgeschehen auch immer mal abrupte Szenenwechsel. Da hätte ich mir eine klarere Linie gewünscht. Ganz gleich, wie der Film am Ende dann ausgeht. Mit solchen Patzern verschenkt der „Black Friday“ eine ganze Menge an Schwung und kommt dadurch immer wieder ins Stocken. Aber gut, für Campbell-Fans sicherlich verschmerzbar.

Die Versionen

Die uns vorliegende FSK-16-Fassung läuft 81 (DVD) bzw. 84 Minuten (Blu-ray) und ist ungekürzt. An der Einstufung gibt es nichts zu meckern.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Mäßiger Zombie-Monster-Streifen für den Halloween-Abend, der mit ein paar kleinen Änderungen sogar richtig Spaß gemacht hätte. Die Wahrscheinlichkeit, ihn ein zweites Mal anzuschauen, bleibt leider „stark reduziert“. Nur für Fans.0163d68bc35147b98c2c4d330a36513d

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Black Friday – Überlebenschance stark reduziert!"

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Über Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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