Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneBeyond the Limits

Olaf Ittenbach badet in Blut, und wir gähnen laut.

Der Name Olaf Ittenbach steht für derb-blutige Splatter-Effekte, die nur selten ungeschnitten das Licht der Videothek erblicken. Horrormagazin.de erklärt, wofür Ittenbach aber außerdem noch steht.

Die Geschichte

Hier kommen wir gleich zum ersten Manko von Ittenbachs Machwerk. Er verzichtet weitgehend auf eine Handlung. Irgendwie geht es um eine Reliquie, ein ewiges Herz, hinter der ein paar Mafiosi her sind. Und dann ist da noch ein sadistischer Gangster, der in eine Party eindringt und die Anwesenden der Reihe nach abmurkst.

Eene, meene, muh, tot bist du (Foto: Brave new work film productions)

Eene, meene, muh, tot bist du (Foto: Brave new work film productions)

Ach ja, um das Herzchen haben sich bereits im Mittelalter ein paar Leute gezankt. Mittendrin waren ein Ritter mit guter Seele, ein ziemlich böser Ritter und selbstredend ein Mann Gottes. Und natürlich gab es damals schon ein paar fröhliche Massaker zu bestaunen.

Filmkritik „Beyond the Limits“

Zugegeben, Splatter-Effekte kann Olaf Ittenbach eindrucksvoll in Szene setzen. Hier kennt seine Fantasie kaum Limits: Enthauptungen, Schüsse von oben in den Kopf, Schüsse von unten durch den Kopf, Messer und Axt ins Gesicht, Zerfetzte Köpfe, mit dem Hammer oben druff oder von der Seite – es gibt alles, was das Splatter-Herz begehrt. Und das ist gar nicht mal so billig gemacht. Teilweise wirkt Ittenbachs Film sogar recht edel gefilmt.

An Frechheit grenzt allerdings das, womit er sein Schlachtfest legitimieren will. Für dermaßen schlechte Schauspieler mit solch entsetzlichen Dialogen würde sich sogar Rosamunde Pilcher schämen. Unverständlich ist es, dass sich so prominente Sprecher wie Hubertus Bengsch (spricht auch Richard Gere), Tobias Meister (unter anderem Brad Pitt und Kiefer Sutherland) und andere bereit erklärt haben, diesen Blödsinn zu synchronisieren.

Zuckt noch einer? Wahrscheinlich nicht (Foto: Brave new work film productions)

Zuckt noch einer? Wahrscheinlich nicht (Foto: Brave new work film productions)

Wie bereits erwähnt beschränkt sich die Handlung darauf, zu klären, wie viele Menschen auf wie viele verschiedene Varianten man in einem einzigen Film abschlachten kann. Anflüge von Ironie oder gar Spannung suchen wir hier vergeblich.

Das macht „Beyond the limits“ zu einer zynischen und – viel schlimmer – letztendlich auch langweiligen Schlächterorgie.

Die Versionen

Der Film läuft uncut 107 Minuten. In der Fassung von Sunrise mit dem „SPIO/JK“-Siegel fehlen fünfeinhalb Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Grenzenlos dämliches Massaker.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Beyond the Limits"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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