Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneBefore I Wake – Fürchte deine Träume

Eine Odyssee der Albträume

Was haben „Oculus“, „Hush„, „Ouija 2“ und „Before I Wake“ gemeinsam? Richtig, sie alle stammen aus der Feder von Mike Flanagan, der auch stets die Regie führte. Sein aktueller Film ist eine gewagte Mischung aus Fantasy und Thriller.

Die Geschichte

Ich sehe was, was Du nicht siehst und das ist blau (Foto: Capelight Pictures)

Das Paar Jessie (Kate Bosworth) und Mark (Thomas Jane) adoptiert den achtjährigen Cody (Jacob Tremblay). Der gemeinsame Sohn Shawn starb, als er ungefähr so alt war wie Cody.

Jessie und Mark machen eines Abends eine seltsame Entdeckung. In ihrer Wohnung erscheint ein neonblauer Schmetterling. So richtig unheimlich wird es, als auf einmal Shawn vor ihnen steht. So, als wäre alles wie früher. Sie können ihn anfassen und umarmen. Alles wirkt real.

Wie sich bald herausstellt, ist Cody dafür verantwortlich. Wenn er träumt, passieren diese merkwürdigen Dinge. Wacht er auf, ist der Schmetterling verschwunden, samt den Traumfiguren. Doch auch Cody selbst erlebt die Träume intensiv. So begegnet er in der Schule beispielsweise dem „The Canker Man“ – einem Monster aus seinen Träumen. Schrittweise entwickelt sich die ganze Sache in eine gefährliche Angelegenheit.

Filmkritik „Before I Wake“

Da haben wir den Salat! Wer hat das Licht angelassen? (Foto: Capelight Pictures)

Der Film fängt behutsam an und baut sich langsam auf. Dadurch haben wir genug Zeit, uns mit den Protagonisten anzufreunden. Kate Bosworth („Superman Returns“, „Still Alice“) als Mutter und Thomas Jane („Dreamcatcher“, „The Veil“) als Vater machen eine gute Figur. Wir nehmen ihnen die Rollen ab. Umso mehr überrascht die bereits beschriebene Filmszene, in der der Schmetterling erscheint. Das ist zwar logisch, wie es sich später herausstellt. Aber in diesem Moment fühlt sich das Ganze schon übertrieben kitschig an. Über die Ähnlichkeiten zu „A Nightmare on Elm Street“, wo sich ebenfalls Traum und Realität vermischen, schauen wir mal hinweg.

Im Vergleich dazu ist die Atmosphäre in „Before I Wake“ ruhig, getragen und nachdenklich. Alles wirkt eher dunkel als hell. Selbst auf Schnitte wird weitgehend verzichtet. Und dann kommt dieser Schmetterling – tataa, da hat doch jemand umgeschaltet, oder? Das Ganze kippt glücklicherweise in die richtige Richtung, und aus dem einzelnen Schmetterling wird ein ganzer Schwarm von Motten, und daraus entwickelt sich dann der Oberbösewicht aller Albträume … so, aber mehr verraten wir an dieser Stelle nicht.

Ne, unter’m Bett ist auch kein böser Clown (Foto: Capelight Pictures)

Zusammenfassend können wir auf einen durchaus dramatischen und unterhaltsamen Film zurückblicken. Er ist spannend und lässt immer wieder genug Platz zum Durchatmen. Allerdings haben wir uns ein paar mehr Überraschungen gewünscht. Etwas beklemmender hätte das Filmgeschehen auch daherkommen können. Somit bleibt „Before I Wake“ im Mittelfeld.

Die Versionen

„Before I Wake“ hat wenig Gewalt und verdient sich damit das FSK-16-Siegel. Wir finden’s in Ordnung.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Filmisch gut gemachter, aber verspielter Thriller, der ein bisschen mehr Gänsehautmomente hätte vertragen können.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Before I Wake – Fürchte deine Träume"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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