Filmkritik Bewertung: 3/5 Sterne388 Arletta Avenue

Fühlst Du dich beobachtet?

Nein, es ist keine „Paranormal Activity“-Fortsetzung. Ein Stalker tyrannisiert ein kanadisches Ehepaar. Der Found-Footage-Streifen erscheint am 25. Januar 2013. Wir haben ihn schon mal angeschaut.

Die Geschichte

Amy (Mia Kirshner) findet Wecker irgendwie unheimlich (Foto: Universum Film)

Amy (Mia Kirshner) findet Wecker irgendwie unheimlich (Foto: Universum Film)

Das Ehepaar James und Amy Deakins wohnt in einem noblen Stadtteil von Toronto. Als sich James (Nick Stahl) eines Morgens auf den Weg zur Arbeit macht, findet er eine unbekannte CD im Autoradio. Auch Amy (Mia Kirshner) gehört sie nicht. In der folgenden Nacht werden sie aus dem Schlaf gerissen, als der Wecker grundlos klingelt. Und dann dudelt der Computer immer wieder diese nervige Musik.

Die beiden sind genervt und streiten sich. Als James am nächsten Tag von der Arbeit zurückkommt, fehlt von Amy jede Spur. Er erkundigt sich bei Freunden – doch ohne Erfolg. Als er im Briefkasten eine Tüte mit einem abgetrennten Katzenkopf findet, wird die Lage definitiv ernst. James hat schon eine Ahnung, wer hinter dem Ganzen stecken könnte. Doch ist er auf der richtigen Spur?

Filmkritik „388 Arletta Avenue“

James (Nick Stahl) sucht Ami und entdeckt etwas anderes (Foto: Universum Film)

James (Nick Stahl) sucht Ami und entdeckt etwas anderes (Foto: Universum Film)

Die gute Nachricht: „388 Arletta Avenue“ ist kein Werk von der Stange. Der komplette Film ist mit fest installierten Überwachungskameras und einer Handkamera in Stalker-Manier gedreht. Das ist zwar nicht immer schön anzusehen, wird aber nie langweilig. Schnitte, Szenenwechsel und Stimmungsaufbau sind okay. Wir blieben die 87 Minuten brav vor der Mattscheibe sitzen.

Die weniger gute Nachricht ist, dass man den Film auch abends noch problemlos vorm Schlafengehen anschauen kann. Ganz ohne spätere Albträume oder ähnliches – für einen Horrorthriller eher mager. Das Storyboard ist und bleibt dünn. Es passiert einfach zu wenig. Ein paar unvorhersehbare Wendungen hätten dem Film gut getan.

Vielleicht ist der Grund hinter der Kamera zu suchen. Denn „388 Arletta Avenue“ hat nicht das „Paranormal Activity“-Team Oren Peli und Jason Blum produziert, sondern Vincenzo Natali. Der hatte seine Finger bereits bei „Splice – Das Genexperiment“ und „Cube“ im Spiel. Das Experiment mit dem Found-Footage-Genre ist ihm leider nicht gelungen. Damit bleibt der Film nur Mittelmaß.

Gar nicht nett - da oben ist jemand (Foto: Universum Film)

Gar nicht nett – da oben ist jemand (Foto: Universum Film)

Hauptdarsteller Nick Stahl, den wir noch aus „Terminator 3 – Rebellion der Maschinen“ und „Sin City“ kennen, trifft keine Schuld. Er spielt seine Rolle im Katz-und-Maus-Spiel ganz solide.

Die Versionen

Am 25. Januar 2013 erscheint der Film zum Kaufen auf DVD und Blu-ray als FSK-16-Version.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Gänsehaut nicht programmiert. Flauer Thriller, der nicht so recht ins Rollen kommt.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "388 Arletta Avenue"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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