Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneZombieworld – Welcome to the ultimate Zombie Party

Zombies erobern Hongkong, und wir flehen um Gnade.

Ein quaderförmiges Plüsch-Huhn verteilt Gruseleier und verwandelt Menschen in Zombies. Zwei Loser kämpfen dagegen an. Wer diese Einleitung bereits abgefahren findet, sollte erstmal den kompletten Film sehen.

Die Geschichte

Man kann den Begriff „Damenwahl“ ja auch so schnell falsch verstehen (Foto: Sony Pictures HE)

Lung und Chi-Yeung sind die klassischen Verlierer. Sie selbst sehen das nicht ganz so und träumen davon, mal die ganz großen Helden zu werden. Diese Chance sollen sie bekommen, als plötzlich aus dem Nichts ein quadratisches Plüsch-Huhn erscheint und mit allerlei Hokuspokus die ersten Menschen in Untote verwandelt. Danach geht es nach dem bekannten Schema weiter, bis eine Zombie-Welle die Stadt überrollt. Die beiden nehmen mit Hilfe einer Martial-Arts-Darstellerin den Kampf auf.

Filmkritik „Zombieworld“

Die Geister der Chinesen mögen uns behilflich sein: Irgendwo schwankt dieser Film zwischen hirnamputiertem Unsinn, Komödie und Drama, gepaart mit einer ordentlichen Portion Action. Allein das quadratische Huhn – für den unbedarften Betrachter zunächst einmal eine mentale Herausforderung – toppt so ziemlich alles, was uns bereits als Horrorfilm vorgesetzt wurde. Das Ding wirkt weder gruselig noch bedrohlich – vielmehr ist dieses Plüschvieh einfach nur albern.

Manche Filme machen einen einfach fertig (Foto: Sony Pictures HE)

Entsprechend wenig glaubwürdig ist dann auch die übrige Handlung, obwohl der Film durchaus auch in der Lage ist, uns über weite Strecken milde zu stimmen. Dennoch mag hinterher nichts mehr zusammenpassen, einen halbwegs logischen Handlungsverlauf suchen wir vergebens, das abstruse Manga-Finale sorgt obendrein für Kopfschütteln.

Schade dabei ist, dass der Streifen durchaus Potenzial hat, aber die Macher haben es an vielen Stellen eindeutig übertrieben. Vermutlich ist dieser spezielle Holzhammerhumor auch der asiatischen Mentalität zuzuschreiben.

Auf keinen Fall sollte sich jemand von dem Cover blenden lassen: Tiberius hat sich einmal mehr als Spezialist für Mogel-Cover offenbart. Die Abbildung, der Schriftzug und auch die Wahl des Titels (internationaler Vertriebstitel: Zombiology: Enjoy Yourself Tonight) offenbaren, dass hier eindeutig versucht wurde, sich an den Erfolg des Knallers „Zombieland“ heranzuhängen. Beide Filme haben nichts miteinander zu tun und dieses Exemplar kommt noch nicht einmal in rudimentären Ansätzen an das gewählte Vorbild heran.

Die Versionen

„Rasante Zombiekomödie in der ungekürzten FSK 18 Version“ preist uns Tiberius dieses Werk an. Pustekuchen – die FSK hat das Stück schon ab 16 Jahren freigegeben. Damit bleibt es leider ohne das schön werbeträchtige rote Emblem und ist trotzdem ungeschnitten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Fulminanter Schwachsinn mit zumindest passagenweisem, gewissem Unterhaltungswert.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Zombieworld – Welcome to the ultimate Zombie Party"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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