Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneWer – Das Biest in dir

French Werewolf

Regisseur William Brent Bell kennen wir bereits vom Found-Footage Streifen „The Devil Inside“. In seinem aktuellen Film „Wer – Das Biest in dir“ zeigt er, dass er nicht nur Hexe kann, sondern auch Werwolf. Und hier ist unsere haarsträubende Filmkritik. 

Die Geschichte

Kate mit einem stillen Talan im Verhörzimmer (Foto: Ascot Elite)

Kate mit einem stillen Talan im Verhörzimmer (Foto: Ascot Elite)

Lyon, Frankreich. Anwältin Kate Moore (A. J. Cook, „Final Destination 2“, „Wishmaster 3“) hat einen neuen Fall angenommen. Sie soll den mutmaßlichen Mörder Talan Gwynek (Brian Scott) vor Gericht vertreten. Der großgewachsene Mann soll eine Familie auf bestialische Weise getötet haben. Kate glaubt an die Unschuld ihres Mandanten und versucht aus ihm mehr Informationen herauszubekommen.

Sie lässt ihn dazu medizinisch untersuchen. Die Ärzte vermuten die seltene Stoffwechselerkrankung Porphyrie. Als Talan im Untersuchungsraum regelrecht zum Tier wird und ein Blutbad hinterlässt, ist die Sache klar. Alle gefundenen Spuren passen auf den Täter. Allerdings ist der zum Werwolf mutierte Mann schon längst über alle Berge.

Filmkritik zu „Wer – Das Biest in dir“

... doch Talan kann auch anders (Foto: Ascot Elite)

… doch Talan kann auch anders (Foto: Ascot Elite)

Schaut man sich den offiziellen Trailer zu „Wer – Das Biest in dir“ an, bleibt einem die Spucke weg. Schnelle Schnitte, brutale Szenen und ein ordentlicher Adrenalin-Kick. Entsprechend gespannt waren wir auf den kompletten Film. Und zunächst scheint er das Versprechen zu halten: Vor allem die Action-Szenen können sich wirklich sehen lassen. Sie punkten durch gute Kameraeinstellung, passende Atmosphäre und passgenaue Schnitte. Unverblümt gibt es ein hohes Maß an Brutalität – meist auf FSK-18-Niveau.

Doch spätestens zur Halbzeit offenbart sich das Schaf im Wolfspelz. Streicht man die Handvoll Action heraus, bleibt ein zäher Rest. Einerseits passiert nicht wirklich viel,  andererseits sollen uns Kameraverwackler Realismus vorgaukeln. Das ist auf Dauer nicht nur ermüdend, sondern auch nervig. Als Stilmittel hätte man darauf getrost verzichten können. Die Bildqualität hingegen ist top.

Ein paar inhaltliche Ungereimtheiten fallen schließlich auch auf. Beispielsweise das Händeschütteln mit Talan. Die beiden Kollegen von Kate haben damit augenscheinlich kein Problem, obwohl sie ganz genau wissen, wozu dieser Mann fähig ist.

... oder auch so (Foto: Ascot Elite)

… oder auch so (Foto: Ascot Elite)

Am Ende können wir sagen, dass in dem Film alles außer Humor dabei ist – aber inhaltlich ist er einfach nur Mittelmaß. So richtig herausstechen und hängenbleiben kann eigentlich nur die Rolle des Talan. Er erinnert uns optisch etwas an Marvels Superhelden Wolverine.

Die Versionen

Der Film läuft ungeschnitten 93 Minuten und ist als FSK-18-Version erhältlich. Das geht aufgrund des Härtegrads vollkommen in Ordnung.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Werwolf-Thriller mit einigen guten Action-Szenen aber nicht viel mehr.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Wer – Das Biest in dir"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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