Matomo

Bewertung: 4/5 Sterne

Filmkritik The Visit

Die etwas anderen Ferien auf dem Lande.

Urlaubsidylle auf dem Lande bei Oma und Opa – was gibt es schöneres? Doch was wäre, wenn sich die Großeltern plötzlich komisch verhielten? Der Horror-Thriller „The Visit“ stammt aus der Feder von M. Night Shyamalan („The Sixth Sense“). Auch Regie und Produktion kommen von ihm.

Die Handlung

Verstanden, nach 21:30 Uhr nicht mehr die Zimmertür öffnen (Foto: Universal Pictures)

Verstanden, nach 21:30 Uhr nicht mehr die Zimmertür öffnen (Foto: Universal Pictures)

Die alleinerziehende Mutter (Kathryn Hahn) hat keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern. Was damals vor über 15 Jahren der ausschlaggebende Grund war, will sie aber nicht verraten. Ihre beiden Kinder Rebecca (Olivia DeJonge) und Tyler (Ed Oxenbould) quengeln so lange, bis sie ihre Großeltern besuchen können. Natürlich auch um herauszufinden, was damals vorfiel. Rebecca nimmt es als Herausforderung und will die ganze Geschichte als Dokumentationsfilm festhalten. Die Reise geht nach Pennsylvania. Dort wohnen ihre Eltern auf einer kleinen Farm.

Alles scheint ganz idyllisch und harmlos. Ferienzeit! Die Großeltern holen sie vom Bahnhof ab und freuen sich, ihre Enkelkinder zu sehen. Auf der Farm angekommen, beginnen die ersten Merkwürdigkeiten. Opa verschwindet mehrmals täglich im Schuppen und Oma spielt spontan eine Runde Fangen unter dem Haus. Perfektes Material für Rebeccas Film.

Hilfe! Computer sagt nein! (Foto: Universal Pictures)

Hilfe! Computer sagt nein! (Foto: Universal Pictures)

Am seltsamsten ist aber die Regel, dass die beiden Kinder nach 21.30 Uhr ihr Zimmer nicht verlassen dürfen. Trotzdem öffnen Tyler und Rebecca nachts ihre Tür, um herauszufinden, wer denn da ständig klopft und poltert. Da sehen sie ihre Oma an der Wand kratzen und durch den Flur rennen. Am nächsten Tag fragen sie Opa, was denn da geschehen sei. Doch mit der Begründung des „Sundowning“-Syndroms, einer Art geistigen Verwirrung in Zusammenhang mit Demenz, geben sie sich nicht zufrieden. Sie bohren weiter.

Filmkritik „The Visit“

M. Night Shyamalan kennen wir von „The Sixth Sense“ und „Devil – Fahrstuhl zur Hölle“. Hier hält er alle Fäden zusammen: Regie, Drehbuch, Produktion. Herausgekommen ist ein spannender Horrorfilm in Found-Footage-Manier. Sicherlich kein Hollywood-Kaliber – dafür war dann das Budget mit knapp 5 Millionen US-Dollar vielleicht doch zu klein.

Der Backofen muss noch sauber gemacht werden ... (Foto: Universal Pictures)

Der Backofen muss noch sauber gemacht werden … (Foto: Universal Pictures)

Wir kommen schnell ins Geschehen. Das klappt deswegen gut, weil der Doku-Stil sehr authentisch wirkt und alle Hauptfiguren passend besetzt sind. Wir können uns damit identifizieren. Nur die Rolle der Großmutter hätten wir uns noch einen Tick großmütterlicher und liebenswerter gewünscht. Der Kontrast der beiden Persönlichkeiten „vor halb zehn“ und „nach halb zehn“ wäre dann weitaus dramatischer ausgefallen. Vor allem in so einigen Schrecksekunden. Apropos: Diese sind im ganzen Film sorgfältig verteilt und lassen bei uns keine Langeweile aufkommen.

Besonders auffällig sind die vorlauten Sprüche von Bruder Tyler. Kindisch naiv und voller Selbstüberschätzung fängt er die teilweise beklemmende Stimmung wieder auf und sorgt für ein angenehmes Gegengewicht. Das zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Film. Glücklicherweise gibt es nur selten ein paar Längen oder übermäßig verwackelte Aufnahmen. Da haben wir schon ganz andere Sachen ertragen müssen. Zum Schluss erwartet uns sogar fast ein richtiges Happy End. Leider ist das nicht so der Kracher. Aber okay. Die insgesamt knapp 90 Minuten machen dafür echt Laune – auch ohne Kopfschmerztabletten.

Die Versionen

Der Film „The Visit“ ist ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Gelungene Stippvisite bei Oma und Opa – abgedrehter können Ferien nicht sein.
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Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Visit"

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Über Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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