Matomo

Bewertung: 5/5 Sterne

Filmkritik The Fog – Nebel des Grauens

Klassiker von Horror-Wunderkind John Carpenter, der noch heute für Gänsehaut sorgt.

Mit einfachsten Zutaten, nämlich einem alten Fluch, viel Trockeneis und Silhouetten längst verblichener Seeleute gelang vor mehr als 30 Jahren ein Horrorstreifen, der bis heute Maßstäbe setzt.

Die Handlung

Der Vorhang hebt sich, der Nebel lichtet sich, und die Musik beginnt (Foto: Studiocanal)

Der Vorhang hebt sich, der Nebel lichtet sich, und die Musik beginnt (Foto: Studiocanal)

In der kleinen Stadt Antonio Bay steht eine Feier bevor: das 100-jährige Stadtjubiläum. Doch bereits am Vorabend kündigt sich Unheil an, das zunächst nur Radiomoderatorin Stevie Wayne und der ortsansässigen Pfarrer, Father Malone, bemerken. Im Pfarrhaus bricht ein Stück einer Wand heraus, dahinter versteckt ist ein Tagebuch. Zu lesen ist dort, dass die Stadt mit Gold aus einem Schiff erbaut wurde, das die Bewohner seinerzeit bei Nebel auf die Klippen gelotst hatten.

Ferner zieht unheimlicher Nebel auf, der zunächst noch für wenig Panik sorgt. Doch er birgt die Geister der damals getöteten Seeleute. Die sinnen nun, 100 Jahre später, auf Rache.

Für die Bewohner von Antonio Bay beginnt ein Kampf ums Überleben.

Filmkritik „The Fog“

Ohne Frage: Der Film ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen und hat hier und da ein wenig Patina angesetzt. Mode, Frisuren und Wählscheiben-Telefone sprechen hier eine deutliche Sprache. Aber was soll’s?

Muffige Seebären mit Nebelschwaden vor der Tür? Vater Malone schlägt nach (Foto: Studiocanal)

Muffige Seebären mit Nebelschwaden vor der Tür? Vater Malone schlägt nach (Foto: Studiocanal)

Die Stimmung steht ab der ersten Sekunde, wenn ein Seebär vor Kindern Seemannsgarn spinnt und die unheilvolle Geschichte zum Besten gibt. Anschließend beschwört Regisseur Carpenter mit betont ruhigen Bildern das bevorstehende Unheil herauf. Und Minuten später sorgt die erste Nebelbank bei Sensibelchen für die erste Gänsehaut.

Der Film hechtet nicht von einer Schlüsselszene zur nächsten, sondern baut langsam und kontinuierlich die Spannung bis zum Höhepunkt auf. Dabei verzichtet Carpenter auf allzu spektakuläre Actionszenen und setzt lieber auf die Bedrohung, die aus dem aufziehenden Nebel resultiert. Und das sitzt.

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass der Film zu einer Zeit entstand, die einen regelrechten Dammbruch im Horrorkino eingeläutet hat. Aber er hält sich gar nicht an diese neuen Regeln. Horrorfilme waren plötzlich so brutal wie nie zuvor („Zombie“, „Tanz der Teufel“). „The Fog“ kommt dagegen ohne explizite Gewaltszenen aus.

Der Streifen hat kleine Schwächen. So wirken etwa die rot glühenden Augen eines Nebelgeistes wie die Bremslichter eines Autos. Das ist allerdings auch der Zeit geschuldet, in der der Film entstanden ist.

Ebenfalls typisch für Carpenter ist die von ihm selbst komponierte Filmmusik, die wie schon bei „Halloween“ zwar recht simpel, aber dafür umso effektiver ist.

Die Versionen

Die 90-minütige Kinofassung ist ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Einer der ganz großen Klassiker.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Fog – Nebel des Grauens"

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Über Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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