Matomo

Bewertung: 2/5 Sterne

Filmkritik The Crucifixion

Dämon fällt über armes Mädchen her. Mal wieder.

Eine US-amerikanische Reporterin will in Rumänien einen Mord aufklären und begibt sich damit in Teufels Küche. Leider wird daraus ein schnarchiger, angeblich auf wahren Begebenheiten beruhender Exorzismus-Horror von „Frontier(s)“-Regisseur Xavier Gens.

Die Handlung

Steht im Regen: Die junge Reporterin Nicole (Foto: Tiberius Film)

Steht im Regen: Die junge Reporterin Nicole (Foto: Tiberius Film)

Die amerikanische Journalistin Nicole (Sophie Cookson) erfährt von einem fehlgeschlagenen Exorzismus mit anschließender Kreuzigung im ländlichen Rumänien. Dabei kam eine von einem Dämonen besessene Nonne ums Leben. Ein Priester und fünf Nonnen landen dafür im Gefängnis und sind des Mordes angeklagt.

In Erwartung einer guten Geschichte reist Nicole nach Rumänien, um direkt vor Ort zu recherchieren. Unterstützung erhält sie von dem jungen Priester Anton (Corneliu Ulici). Je tiefer Nicole in den Fall eintaucht, desto mehr wird ihr klar, dass der Dämon noch immer sein Unwesen treibt. Es dauert nicht lange, da klopft er auch an ihre Tür.

Filmkritik „The Crucifixion“

Das Potenzial war zweifelsohne da: Die Drehbuchautoren von „The Crucifixion“, Chad und Carey Hayes, haben immerhin den Horror-Hit „The Conjuring“ geschrieben. Und Regisseur Xavier Gens sorgte 2007 mit seinem knüppelharten und kontroversen Erstlingswerk „Frontier(s)“ für Furore.

Alles fest im Griff: Besessene lassen nicht locker (Foto: Tiberius Film)

Alles fest im Griff: Besessene lassen nicht locker (Foto: Tiberius Film)

Leider ist davon in „The Crucifixion“ wenig bis nichts zu spüren. Der Streifen bewegt sich auf ausgetretenen Pfaden und reiht übliche Exorzismusfilm-Klischees aneinander. Spannung kommt dabei keine auf. Damit der Zuschauer nicht endgültig wegschnarcht, streut Gens immer mal wieder unmotivierte Schreckmomente, neu-deutsch auch „Jumpscares“ genannt, ein. Das hilft dem Streifen aber auch nicht viel.

Genauso wie „The Conjuring“ ist auch „The Crucifixion“ von wahren Ereignissen inspiriert. Ob sich auch im wahren Leben eine amerikanische Journalistin des Falles angenommen hat, haben wir aus Bequemlichkeit nicht herausfinden wollen. Wir würden aber jede Wette eingehen, dass sie sich professioneller verhalten hätte als die Protagonistin im vorliegenden Werk. Hinzu kommt, dass wir Sophie Cookson die Rolle der waghalsigen Investigativ-Schnüffel-Journalistin nicht wirklich abkaufen.

Auf der Haben-Seite stehen bei „The Crucifixion“ immerhin Lust auf Urlaub machende Bilder des ländlichen Rumäniens, stimmungsvolle Handlungsorte und David Julyans Musik.

Die Versionen

Auch was die Brutalität angeht, gibt es bei „The Crucifixion“ nichts Neues. Die üblichen Exorzismus-und Besessenheits-Szenen sind hinreichend bekannt. Die Freigabe ab 16 Jahren passt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Langweiliger Exorzismus-Horror, der allzu ideenlos daherkommt.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Crucifixion"

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Über Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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