Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneTh13teen – For sale by owner

Kleines, giftiges Psycho-Kammerspiel.

In seinem bisher einzigen Film entwickelt Regisseur und Autor Pritesh N Chheda mit minimalen Mitteln eine beklemmende Spannung.

Die Geschichte

Was für ein Mistwetter. Draußen pladdert der Dauerregen. Dunkel, Sturm. Drinnen sitzt die junge Psychotherapeutin Sera mit einem Immobilienvertreter, der bei ihr Unterschlupf gesucht hat und auf seinen Kollegen mit dem Auto wartet. Angeblich hat Seras Mann ihn gerufen. Dabei steht das Haus doch gar nicht zum Verkauf. Und auch sonst stimmt mit Andrew was nicht. Er redet so komisch und hat andauernd dieses manische Dieter-Bohlen-Grinsen aufgesetzt.

Im Fernsehen berichtet ein Sprecher von einem Serienkiller, der seinen Opfern nach dem Kaltmachen die Zahl 13 in die Haut ritzt. Und dann kommt Sera plötzlich noch dieser Bibelsprüche klopfende Fernmeldetechniker ins Haus. Dabei ist das Telefon gar nicht kaputt. Oder doch?

Sera wird es in Gesellschaft der Herren langsam mulmig. Und uns auch…

Filmkritik „Th13teen – For sale by owner“

Ob die Idee mit den zwei Fremden im Haus originell ist oder nicht, darüber lässt sich sicher trefflich streiten. Allerdings holt Filmemacher Pritesh N Chheda aus der Situation das Beste heraus. Lange lässt er seine Zuschauer im Unklaren, wer hier der Fiesling ist. Okay, geübte Thriller-Gucker werden die Pointe nach rund 50 Minuten ahnen – und trotzdem verblüfft sein, dass sie recht haben.

„Th13teen – For sale by owner“ ist ein auf engstem Raum gedrehtes, exzellent fotografiertes Kammerspiel. Vor allem Chhedas Spiel mit Licht und Schatten verstärkt die Stimmung noch. Da stört das vergleichsweise unspektakuläre Finale kaum – und ist vielleicht sogar ein Deut realistischer als manch hanebüchener Krawall aus anderen Filmen.

Punktabzüge gibt es für die deutsche Synchronisation, die an vielen Stellen die Situation noch bedrohlicher machen will – und dabei schlicht übertreibt. Im Original agieren die Darsteller zurückhaltender. Besser.

Außerdem hätte der DVD ein Dolby-Digital-5.1-Ton gut gestanden. So haben die eigentlich recht guten Klangeffekte nur die halbe Wirkung.

Die Versionen

„Th13teen – For sale by owner“ ist ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben. Da der Regisseur das Ganze nicht unnötig in die Länge zieht, läuft der Film kompakte 83 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Kleiner, feiner, spannender Psychothriller auf schwacher DVD.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Th13teen – For sale by owner"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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