Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneSilent Hill 2: Revelation 3D

Skurrile Fortsetzung zum Survival-Horror-Videospiel.

Nicht jedes Konsolenspiel funktioniert auch als Film. Am 18. April 2013 erscheint der zweite Teil von „Silent Hill“ auf DVD, Blu-ray und Blu-ray 3D. Für alle, die den Horrorstreifen im vergangenen Jahr noch nicht im Kino gesehen haben, gibt es jetzt unsere Filmkritik.

Die Geschichte

Willkommen im Krankenhaus von Silent Hill (Foto: Concorde Home)

Willkommen im Krankenhaus von Silent Hill (Foto: Concorde Home)

Christopher (Sean Bean) und seine Tochter Heather (Adelaide Clemens) haben mal wieder eine neue Identität angekommen. Ab jetzt sind sie die Mason’s. Es soll helfen, sich vor den Kultanhängern von Silent Hill zu verstecken.

Der erste Tag in der Schule läuft für Heather nicht besonders gut. Vor dem Schulbus begegnet sie Douglas Cartland (Martin Donovan), einen vom Kult engagierten Privatschnüffler. Heather kann ihn in letzter Minute abwimmeln. Aber dann treten plötzlich wieder diese Albträume am helllichten Tag auf. Sie zeigen eine skurrile Parallelwelt.

In der Pause trifft Heather auf Vincent (Kit Harington), der auch neu ist. Dass auch er ein Geheimnis hat, stellt sich erst später heraus. Nach der Schule taucht Detektiv Douglas erneut auf. Heather bekommt Angst und ruft ihren Vater an, erreicht ihn aber nicht. Jetzt überschlagen sich die Ereignisse. Erneut überwältigt Heather einer dieser Tagträume. Anschließend findet sie Douglas tot auf. Und als sie nach Hause kommt, fehlt von ihrem Vater jede Spur. Nur die blutverschmierte Nachricht an der Wand: „Komme nach Silent Hill“.

Filmkritik „Silent Hill 2: Revelation 3D“

Heather und Vincent werden überrascht (Foto: Concorde Home)

Heather und Vincent werden überrascht (Foto: Concorde Home)

Generell ist es ja in Ordnung, dass man sich Filme mehrmals anschauen muss, um sie zu kapieren. „Silent Hill 2: Revelation 3D“ macht eine Ausnahme. Wer den ersten Teil nicht kennt oder auch das gleichnamige Videospiel noch nie in den Händen hielt, wird hier prompt im Regen stehen gelassen. Regisseur Michael J. Bassett versucht zwar in einigen Szenen Hilfestellung zu geben, doch die erhofften Erklärungen sind so dünn wie Antonia Campbell-Hughes’ Oberschenkelknochen.

Abhilfe bringt nur, sich den 2006er Teil noch einmal ins Gedächtnis zu holen. Eine Alternative wäre auch „Silent Hill 3“ in die Konsole zu werfen – denn darauf basiert der Film. Mit diesem Hintergrundwissen hat die Story zwar immer noch wenig Fleisch am Knochen, aber erscheint deutlich logischer. Zu allem Überdruss kommt das permanente Schreien von Hauptdarstellerin Adelaide Clemens hinzu. Das ist nicht nur nervig, sondern auch unnötig.

Ist diese letzte Hürde endlich überwunden, bleibt glücklicherweise noch etwas Zeit, sich den gelungenen CGI-Effekten hinzugeben. Sehr gut gefallen uns beispielsweise die Animationen des Zerfalls oder die Szenen in der Schaufensterpuppen-Werkstatt. Die Welt von Silent Hill wirkt hingegen nicht mehr ganz so düster wie noch im ersten Teil. Die Atmosphäre bleibt dennoch schön gespenstisch.

Die Versionen

Mit dem blauen Siegel versehen, ist Silent Hill 2: Revelation 3D“ ab 16 Jahren freigegeben. Die Blu-ray erscheint auch als 3D-Version.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Grafisch Top – inhaltlich Flop. Dieser Teil von „Silent Hill“ ist nur was für wahre Fans.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Silent Hill 2: Revelation 3D"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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