Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneShutter – Sie sind unter uns

Geister spuken auf Fotos herum

Eigentlich sind die Zutaten dieses kleinen thailändischen Horrorfilms die üblichen. Trotzdem schafft er es, eine enorme Wirkung zu entfalten und damit zu einem famosen Geheimtipp zu werden.

Die Geschichte

Geht doch nichts über vernünftige Mundhygiene (Foto: Ascot Elite)

Der Fotograf Tun und seine Freundin Jane kommen von einer Junggesellenabschiedsfeier. Wie in einem Horrorfilm üblich schaut Jane nicht auf die Straße und überfährt eine Frau. Die beiden fliehen vom Unfallort.

Etwas später entdeckt Tun auf den von ihm geschossenen Fotos rätselhafte Erscheinungen. Sind die Fotos doppelbelichtet, wie es bei Filmfotografie ja immer mal passieren kann?

Doch nein, geisterhafte Erscheinungen suchen ihn heim. Tun und Jane kehren an den Unfallort zurück und erfahren, dass angeblich niemand bei dem Unfall verletzt wurde. Dann bringen sich Tuns Freunde um.

Und im Laufe des Films wird klar, was hinter der ganzen Sache steckt.

Filmkritik „Shutter – Sie sind unter uns“

Tun ist über sein selbiges entsetzt (Foto: Ascot Elite)

Wie man sich doch täuschen kann. Zu Beginn wirkt dieser kleine Film aus Thailand wie ein beliebiger Remix aus „The Ring“ und „Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“. Die Geschichte ist irgendwie abgenudelt und schon viel zu oft dagewesen. Auch die Schockeffekte sehen so aus, als hätte jemand das kleine ABC des Gruselfilms aufgeschlagen und der Reihe nach abgearbeitet. Ich sehe eine nasse Tote, die mit wirrem Haar aus dem Waschbecken auftaucht. In einer anderen Szene fällt das Licht aus, und der Fotograf muss den Kamerablitz drücken, um überhaupt was sehen zu können. Und Buh, da kommt der Geist. Und so weiter.

Doch wer den Film dann abschaltet, verpasst was. Denn obwohl alles zunächst reichlich herkömmlich wirkt, funktionieren die Schocks prächtig und bescheren eine ansehnliche Gänsehaut. Auch die ruhig aber schlüssig erzählte Geschichte dreht sich später im Film in eine ungeahnte Richtung und wird noch enorm spannend. Und die Schlusspointe sitzt – im wahrsten Sinne des Wortes, aber mehr verraten wir hier nicht. Damit ist der Film eine kleine, originelle Perle des Genres.

Die Versionen

Die FSK gab „Shutter“ ungeschnitten ab 16 Jahren frei. Es gibt viel Geisterei und einige Bluteffekte. Nichts allzu drastisches, aber auch nix für die Kleinen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Wenig Budget, dafür aber gute Ideen – starker, origineller Gruselthriller aus Thailand.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Shutter – Sie sind unter uns"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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