Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneRitter der Dämonen

Fröhlicher Kino-Ausflug der "Tales from the Crypt"-Reihe.

In diesem angenehm blödsinnigen Grusler gerät ein Beschützer der Menschheit mit dem Leibhaftigen höchst persönlich aneinander. Prompt ist in diesem Star-besetzten Horror-Trash ordentlich was los.

Die Geschichte

Der Fremde hat das Böse im Visier (Foto: Koch-Films)

Eines Abends poltert ein heruntergekommener Fremder (William Sadler, der Böse aus „Stirb langsam 2“) in die Herberge von Irene (CCH Pounder, „Out of Rosenheim“). Er trägt ein mit Blut gefülltes Kreuz bei sich. Kurz darauf trifft auch sein Verfolger ein, ein smarter Cowboy (Billy Zane, der Böse aus „Titanic“).

Nach einer blutigen Rangelei verschanzen sich der Fremde, Irene nebst Gästen und Personal im Gebäude. Draußen dreht der Cowboy seine Runden und lässt eine Horde Monster los. Er will das Kreuz des Fremden. Und dafür wendet er psychische Tricks an und geht auch über Leichen. Einige der Landeier stellen das sehr schnell und schmerzhaft fest.

Filmkritik „Ritter der Dämonen“

Eigentlich präsentiert der knuffige Gruftwächter mit der quiekenden Lache in der Serie „Tales from the Crypt“ („Geschichten aus der Gruft“) trashige, witzige und bösartige Kurzgeschichten. „Ritter der Dämonen“ ist einer seiner drei Ausflüge ins Kino.

Doch den Stil der Serie merkt man ihm deutlich an: Die Geschichte ist nicht allzu schwierig, die blutspritzenden Effekte sind gut platziert und mitunter schön deftig, und die Stars sind mit Freude am Werk. Allen voran B-Film-Recke Billy Zane als glatter und eiskalter Bösewicht, aber auch Thomas Haden Church (Der Sandman aus „Spiderman 3“) als machohafter und dummer Rüpel.

Horch, was kommt von draußen rein? Wird ja wohl kein Dämon sein? (Foto: Koch-Films)

Ihnen und den hübschen Insidergags verdankt der günstig produzierte Reißer, dass er zu keiner Zeit langweilig wird. So vertreibt sich beispielsweise der kleine Danny die Zeit mit ein paar „Tales from the Crypt“-Comics.

Wer dagegen mehr Tiefgang sucht, ist hier eindeutig falsch.

Die Versionen

„Ritter der Dämonen“ dauert in der Uncut-Fassung 90 Minuten. Jahrelang war er indiziert, jetzt ist er ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben. Das ist ein guter Beleg für neue Einstellung der FSK zu Ironie. Denn der Film ist zwischenzeitlich haarsträubend blutig, aber eben auch ganz offensichtlich nicht ernst gemeint.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Kurzweiliger B-Schocker ohne Anspruch aber dafür mit hohem Trash-Faktor.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Ritter der Dämonen"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
Mehr von Martin Riggs  

Weitere Filmkritiken im Genre Fantasy/SciFi

Mehr zeigen