Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneRache – Bound to Vengeance

Frau rächt sich an Peiniger. Aber wer rächt uns?

Ende gut, alles gut? Mitnichten! Denn wo andere Filme aufhören, fängt der Horrorthriller „Rache – Bound to Vengeance“ erst an.

Die Geschichte

Hände hoch! Im Gegensatz zum Bösewicht macht Eve keine Gefangenen (Foto: Tiberius Film)

Hände hoch! Im Gegensatz zum Bösewicht macht Eve keine Gefangenen (Foto: Tiberius Film)

Phil (Richard Tyson) hält Eve (Tina Ivlev) gefangen und missbraucht sie. Gleich zu Beginn des Films kann sie sich befreien. Damit ist ihre Odyssee aber nicht beendet. Wie sich herausstellt, hält ihr Peiniger noch weitere junge Frauen gefangen. Auch scheint er Komplizen zu haben.

Eve will sich nicht nur an Phil rächen, sondern auch die restlichen Opfer retten. Dafür fährt sie mit ihm durch die Stadt, von einem seiner Gefängnisse zum nächsten. Doch nicht alle Entführungsopfer sind dankbar darüber.

Kritik „Rache – Bound to Vengeance“

„Rache – Bound to Vengeance“ leidet unter einem bekannten Problem: Gute Idee, schlechte Umsetzung. Die Geschichte stellt bekannte Konventionen auf den Kopf: Anstatt Eves Flucht in den Mittelpunkt zu stellen, beginnt der Thriller damit und setzt sie einfach mal voraus. Das ist eine schöne Idee.

Immer schön auf Abstand bleiben: Eve zeigt Phil wo es langgeht (Foto: Tiberius Film)

Immer schön auf Abstand bleiben: Eve zeigt Phil wo es langgeht (Foto: Tiberius Film)

Doch leider fehlt es „Rache“ dabei ganz grundsätzlich an Spannung und Atmosphäre. Eigentlich schockierende Wendungen der Geschichte und auch der Grund für Eves Motivation werden so uninspiriert in Szene gesetzt, dass uns das überhaupt nicht vom Hocker reißt. Zudem hatten wir an diesem Punkt des Films das Interesse an der Geschichte schon längst verloren.

Hinzu kommt, dass der Film billig aussieht, als ob er fürs Fernsehen oder den Videomarkt gedreht wurde. Schlechte Schauspieler, ganz besonders die Hauptdarstellerin, geben dem Ganzen dann noch den Rest.

Zugute halten können wir dem Werk allerdings, dass Eve ihren Plan schön konsequent durchzieht und keine halben Sachen macht. Logiklöcher (wäre es nicht schlauer gewesen, vielleicht die Polizei einzuschalten?) ignorieren wir dabei aber lieber.

Die Versionen

Eine Reihe blutiger Effekte und die Rache/Selbstjustiz-Thematik haben dem Film eine Freigabe ab 18 Jahren beschert. Aber sie ist ungeschnitten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Nur eine gute Grundidee. Ansonsten spannungsarm und schlecht gespielt.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Rache – Bound to Vengeance"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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