Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneNight of the Demons

Blutig-fröhliche Dämonen-Party. Nicht nur für Halloween

Dieser Film lässt sich sehr gut mit Goethes Zauberlehrling zusammenfassen: „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los.“ Nur dass hier nicht Wasser, sondern Blut in Strömen fließt.

Die Geschichte

Dämon im Anmarsch? Da hilft nur dickes Kaliber (Foto: WVG Medien)

Dämon im Anmarsch? Da hilft nur dickes Kaliber (Foto: WVG Medien)

Kaum etwas passt besser zu einer Halloween-Fete, als ein altes verwunschenes Haus. Wie uns der Prolog sehr plastisch schildert, ist es hier bereits in der Vergangenheit zu einem unheimlichen und äußerst tödlichen Zwischenfall gekommen.

Aber junge Leute glauben bekanntlich nicht an Geister und Legenden und somit ist dieser Ort die geeignete Location für den gegebenen Anlass.

Bereits nach kurzer Zeit räumt die Polizei das Anwesen. Die Party ist geplatzt. Nur ein paar hartnäckige Zeitgenossen verstecken sich im Gebäude und feiern weiter, nachdem die Polizei abgezogen ist.

Dabei finden sie in einem versteckten Kellerraum ein paar Skelette. Prompt setzen sie eine Kettenreaktion in Gang, die für die meisten der Anwesenden tödlich endet. Die Skelette verschwinden auf unerklärliche Weise, dafür verwandeln sich die Feierwütigen nach und nach in blutrünstige Dämonen. Der normal gebliebene Rest möchte indessen überleben. In diesem Fall eine schwierige Aufgabe.

Filmkritik „Night of the Demons“

Der Streifen ist das Remake eines Klassikers aus dem Jahr 1988. Da wir die Originalfassung nicht kennen, bewerten wir hier ganz unvoreingenommen.

Und ist die Kleidung noch so heiß, Dämon sein ist einfach ... Mist  (Foto: WVG Medien)

Und ist die Kleidung noch so heiß, Dämon sein ist einfach … Mist (Foto: WVG Medien)

Die ersten Szenen sorgen zunächst für Naserümpfen: Eine Horde Mädels kleidet sich für das Fest und diskutiert dabei ausführlich, wer am Abend nun mit wem vögeln wird. Solche Dialoge sorgen zwar nicht gleich für Ohnmachtsanfälle, sind jedoch ziemlich überflüssig. Eine ordentliche Exposition hätte mehr Sinn ergeben.

Dann kommen ein paar Längen. Wir sehen, wie die Party steigt und dann platzt. Dann tauchen endlich die Skelette auf, und der Budenzauber beginnt.

Ab diesem Punkt sind ein widerstandsfähiges Verdauungssystem oder Eimer in Reichweite gefragt. Die letzten Partygäste fangen an, sich zu verändern und verarbeiten die anderen entweder zu Gulasch oder nehmen sie in den trauten Kreis der Dämonen auf.

Mit anderen Worten: Bekannter Plot, neuer Aufguss.

Und doch ist „Night of the Demons“ für Zuschauer mit entsprechendem Sinn für Humor ausgesprochen witzig geraten. Sicherlich wäre hier und da noch Platz für weitere schwarzhumorige Gags gewesen. Aber in Anbetracht der unendlich vielen langweilig heruntergekurbelten Metzelfilmchen nehmen wir diese fröhliche Dämonenparade dankbar auf.

Für Hochspannung bis zum Ende sind es zu wenige Protagonisten. Aber eine durchgängige Spannungskurve gibt es immerhin. Freunde des tieferen Sinns gehen übrigens leer aus. Denn der lässt sich beim besten Willen nicht erkennen.

Die Versionen

Die Original-Kinofassung hat eine Laufzeit von 93 Minuten, die in Deutschland erhältliche Version dauert indessen uncut 89 Minuten. Freigegeben ist der Film – zu Recht – ab 18 Jahren.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Nicht für gehobene Ansprüche, aber kurzweilige, witzige Unterhaltung.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Night of the Demons"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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