Matomo

Bewertung: 5/5 Sterne

Filmkritik Ghost Stories

Martin Freeman in einem feinen britischen Grusler

Geister gibt es nicht, oder? In diesem starken Episoden-Horror geht ein Professor, der nicht an Übernatürliches glaubt und paranormale Phänomene als Schwindel entlarvt, drei Gruselgeschichten nach. Schon bald beginnt er, an seiner Überzeugung zu zweifeln.

Die Handlung

Licht am Ende des Tunnels? Oder doch eher eine Gruselgestalt? (Foto: Concorde HE)

Licht am Ende des Tunnels? Oder doch eher eine Gruselgestalt? (Foto: Concorde HE)

Professor Philip Goodman (Andy Nyman) glaubt nicht an übernatürliche Phänomene. Er ist so überzeugt davon, dass er sogar eine Fernsehshow namens „Psychic Cheats“ moderiert, die vermeintlich paranormale Ereignisse als Hokuspokus entlarvt.

Eines Tags erhält er den Auftrag, drei angeblich übernatürliche Fälle zu untersuchen. Der Nachtwächter Tony Matthews (Paul Whitehouse), der Jugendliche Simon Rifkind (Alex Lawther) und der Geschäftsmann Mike Priddle (Martin Freeman) haben jeder ihre ganz eigenen unheimlichen Begegnungen gemacht. Es dauert nicht lange, und Goodman ist sich nicht mehr sicher, ob nicht doch was Wahres an den Geschichten dran ist.

Filmkritik „Ghost Stories“

„Ghost Stories“ kommt wie ein Episodenfilm daher. Die drei Geschichten sind durch eine Rahmenhandlung verbunden. Diese zeigt Andy Nyman – gemeinsam mit Jeremy Dyson auch für Regie und Drehbuch verantwortlich – als Professor, der die Protagonisten der einzelnen Storys besucht und sich ihre Geschichten über vermeintlich übernatürliche Ereignisse anhört. Erst ganz am Ende fügen sich die Erzählungen wie ein Puzzle zu einem großen Ganzen zusammen, und das ist wirklich gelungen – auch wenn die Auflösung nicht wahnsinnig originell ist.

Doppelt stilsicher: Martin Freeman als Bilbo … ähh Geschäftsmann Mike (Foto: Concorde HE)

Doppelt stilsicher: Martin Freeman als Bilbo … ähh Geschäftsmann Mike (Foto: Concorde HE)

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Nyman und Dyson, das 2010 seine Premiere feierte. Da wir die Bühnenfassung nicht kennen, können wir die beiden Versionen auch nicht vergleichen. Wir können uns aber nur schwer vorstellen, dass die Spannung und der Horror im Theater ähnlich gut funktionieren wie auf der Leinwand. Denn die Geschichten zeigen zwar nichts, was wir nicht schon unzählige Male zuvor gesehen hätten, haben es aber trotzdem in sich. Sie sind gut gemacht und äußerst spannend. Die Episoden-Struktur sorgt zudem dafür, dass der Film nicht langweilig wird.

Nyman und Dyson spielen geschickt mit Versatzstücken des Horror-Genres und warten hier und da mit cleveren Wendungen auf, die die üblichen Klischees durchbrechen. Auch die Gratwanderung zwischen britischem Humor und nervenaufreibendem Grusel hat uns überzeugt, am Ende wird es sogar noch ziemlich tragisch.

Auch wenn es sehr knapp ist und sicherlich hier und da noch Luft nach oben besteht, geben wir „Ghost Stories“ die Höchstwertung. Jeder, der auf clever gemachten Horror mit britischem Einschlag steht, sollte hier einen Blick riskieren.

Die Versionen

Der Film ist nicht sehr brutal, dafür aber stellenweise nervenaufreibend spannend. Für alle unter 16 ist „Ghost Stories“ deshalb nichts.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Clever konstruierter Episoden-Horror in drei Akten – gut gemacht und ziemlich spannend.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Ghost Stories"

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Über Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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