Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneExtremity – Geh an deine Grenzen

Eine Frau will sich testen – und uns auch

Der Film zur Geisterbahn: Eine Frau will neue Grenzen ausloten und sucht das absolut Extreme. Leider hat sie diese neue Grenzerfahrung für sich alleine, denn der Film ist leider nur grenzwertig. Aber immerhin kein Totalausfall.

Die Geschichte

Allison und Zachary fragen sich, warum sie sich auf diesen Film eingelassen haben (Foto: Sony Pictures HE)

Allison und Zachary fragen sich, warum sie sich auf diesen Film eingelassen haben (Foto: Sony Pictures HE)

Allison fährt voll auf Horror ab. In ihrem Regal stapeln sich einschlägige Filme – was wir durchaus nachvollziehen können –, doch das reicht ihr irgendwann nicht mehr aus. Um sich den ultimativen Kick zu holen, liefert sie sich einer rätselhaften Gruppe aus, die ihr Angebot „Perdition“ (Englisch für „Verderben“ oder „Verdammnis“) nennt.

Allison willigt ein, dass die Gruppe zwölf Stunden lang mit ihr machen kann, was sie will. An ihrer Seite ist ein ihr fremder junger Mann namens Zachary. Offenbar sucht auch er das neue ganz große Ding.

Leider läuft das Ganze im Laufe der Zeitspanne ein wenig aus dem Ruder. Doch das konnte ja niemand ahnen.

Filmkritik „Extremity – Geh an deine Grenzen“

Also wenn's einem dabei nicht gruselt, dann weiß ich auch nicht mehr (Foto: Sony Pictures HE)

Also wenn’s einem dabei nicht gruselt, dann weiß ich auch nicht mehr (Foto: Sony Pictures HE)

Das Wichtigste vorab: Nein, „Extremity“ ist kein Folterfilm, zum Glück. Und er bringt auch bestenfalls die ganz zart besaiteten Zuschauer an ihre Grenzen. Denn was sich die Perditionisten an Horror überlegt haben, kommt nicht allzu originell daher. Ein paar ach so gruselige Totenkopfmasken, beißwütige Hunde, das für Amerikaner unvermeidliche Waterboarding, jede Menge tiefes Gegrummel und Geknurre, ein paar Bluteffekte und ein Klangteppich, der einem die Nägel aus den Fingern zieht. Aber eben alles schon mal dagewesen, unverhohlen sexistisch in Szene gesetzt und dabei ungefähr so gruselig wie eine Fahrt mit der Geisterbahn auf dem Rummel in Hintervorderstadt.

Technisch ist den Machern wie schon so oft in dieserart Streifen nichts vorzuwerfen. Kulissen, Makeup, Spezialeffekte, Beleuchtung, Kamera – alles geht absolut in Ordnung. Nur die miesen Nebendarsteller nerven. Die für meinen Geschmack zuweilen arg küchenpsychologisch und platt erscheinenden Hintergründe kann ich nicht umfassend beurteilen, dazu fehlt mir das Fachwissen.

Mehr ist euch nicht eingefallen? Allison nimmt sich die Drehbuchautoren vor (Foto: Sony Pictures HE)

Mehr ist euch nicht eingefallen? Allison nimmt sich die Drehbuchautoren vor (Foto: Sony Pictures HE)

Nach mehr als einer Stunde öden Wartens kriegt zumindest die Geschichte die Kurve. Denn dann schlägt sie eine Richtung ein, die so vorher nur schwer zu erahnen war. Es ist der einzige derartige Trick in dem Film, mehr kommt dann auch wieder nicht. Ein bisschen Nachdenken beim Drehbuchschreiben hätte helfen können, dann wäre alles vielleicht ein wenig cleverer geraten. Aber immerhin verhindert es den Totalabsturz.

Die Versionen

Der Film erscheint in Deutschland ungekürzt mit einer FSK-Freigabe ab 18 Jahre. Es gibt einige Leckereien zu bestaunen, aber übermäßig viele sind es nun auch wieder nicht. Die hohe Freigabe dürfte somit an der ganzen Materie liegen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Grenzerfahrung geht anders, öder Budenzauber mit nur wenigen Höhepunkten.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Extremity – Geh an deine Grenzen"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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