Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneDie Vorsehung

Nicht nur ich weiß, wie die Geschichte ausgehen wird

Manchmal können besondere Personen mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten helfen, eine Mordserie aufzuklären. In diesem turbulenten Thriller treffen die Superstars Anthony Hopkins und Colin Farrell aufeinander und versuchen eben jenes Kunststück.

Die Geschichte

Wenn das FBI zweimal klingelt ... (Foto: Concorde Film)

Wenn das FBI zweimal klingelt … (Foto: Concorde Film)

Die FBI-Agenten Merriweather (Jeffrey Dean Morgan) und Cowles (Abbie Cornish) haben eine mysteriöse Mordserie auf dem Tisch. Alle Opfer wurden mit einem Stich in den Nacken getötet. Da die beiden im Dunkeln tappen und nicht weiter kommen, schalten sie Psychoanalytiker John Clancy (Anthony Hopkins) ein.

Für Cowles sind Clancys Vorsehungskräfte erstmal pure Zeitverschwendung. Doch als immer neue Morde hinzukommen und ihr Partner Merriweather bei einem Einsatz verletzt wird, arbeitet sie schließlich mit Clancy zusammen.

Bühne ähm U-Bahn frei (Foto: Concorde Film)

Bühne ähm U-Bahn frei (Foto: Concorde Film)

Clancy bekommt heraus, dass jedes Opfer ein Leiden hatte. Dieses Puzzleteil passt auch zum vermutlichen Täter Ambrose (Colin Farrell). Denn der hat sich zur Aufgabe gemacht, den Tod von bestimmten Personen zu beschleunigen. Diese Selbstjustiz will das FBI stoppen. Dummerweise verfügt aber auch Ambrose über besondere Fähigkeiten. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Filmkritik „Die Vorsehung“

Der Film „Die Vorsehung“ gleicht einem zweischneidigen Schwert. Er ist spannend, so wie ein Krimi sein soll, wobei die Geschichte ein wenig an „Sieben“ und „Der blutige Pfad Gottes“ erinnert. Und doch fehlt ihm das Gewisse Etwas, das uns die Nackenhaare zum Aufstellen bringt. Glücklicherweise bleibt die Spannungskurve bis zum Schluß recht stabil hoch. Leider kann man das vom „Kopfkino“-Faktor nicht sagen. Ab und zu lässt uns Poyart gedanklich in die falsche Richtung laufen. Das ist aber immer nur sehr kurz. Hier hätten wir uns einfach eine größere Portion Mysteriöses gewünscht – etwas Undurchsichtiges oder Raues. Vielleicht mal auch etwas wirklich Unvorhersehbares. Also einfach etwas, das uns nach dem Film im Kopf hängen bleibt.

Cowles und Clancy bei der Lagebesprechnung (Concorde Film)

Cowles und Clancy bei der Lagebesprechnung (Concorde Film)

An den Hauptdarstellern liegt es jedenfalls nicht. Mit Hopkins und Farrell in den Hauptrollen konnte Regisseur Afonso Poyart ja auch nichts falsch machen. Die beiden spielen ihre Rollen bravourös. Technisch und handwerklich ist an dem Film ebenfalls nichts auszusetzen. Für den besonderen visuellen Kick sorgen einige gestochen scharfe Zeitlupen und Nahaufnahmen. Richtig blutige Szenen gibt es kaum, was auch überhaupt nicht stört. Das alles zusammen macht „Die Vorsehung“ am Ende doch zu einem aufregenden Thriller, dem man die knapp 100 Minuten kaum anmerkt.

Die Versionen

Die uns vorliegende Version lief 2015 im Kino. Die gezeigte Gewalt hält sich in Grenzen, daher ist die FSK-Freigabe ab 16 Jahren okay.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Etwas zu sehr auf Hochglanz polierter Krimi, der mit einem Hauch von Übernatürlichem dennoch überzeugt.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Die Vorsehung"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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