Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneDeadheads

Zombiekomödie für ein paar unbeschwerte Stunden. Aber auch nicht mehr.

Lasst euch bitte nicht vom plumpen Name Dropping auf der DVD-Packung täuschen. Dieser Zombiefilm hat nichts mit „The Goonies“ und „Zurück in die Zukunft“ gemein und kann sich auch mit dem genialen „Shaun of the Dead“ nicht messen. Hier gibt es eher Humor mit der Keule.

Die Geschichte

Brent (li.) und Mike müssen sich auf dem Weg zu Ellie durchfragen (Foto: Splendid Film)

Mike erwacht in einem Labor mit zwei Einschusslöchern in der Stirn und ein paar Schläuchen hier und da. Was er erst mühsam lernen muss: Er ist ein Untoter. Das ist ziemlich ungünstig, denn kurz vor seinem Tod hatte Mike noch den Plan gefasst, seiner heißgeliebten Ellie einen Heiratsantrag zu machen. Na, das hat sich damit ja wohl erledigt.

Doch dann trifft er den recht cleveren Brent, ebenfalls ein Zombie. Der setzt Mike den Floh ins Ohr, er könne Ellie ja trotzdem fragen. Mike lässt sich umstimmen, die beiden machen sich auf den Weg zur Liebe.

Es wird ein Weg voller Hindernisse. Eine Spezialeinheit des Militärs oder einer anderen staatlichen Truppe ist ihnen auf den Fersen. Sie steckt zugleich hinter der Zombieseuche. An der Spitze der Jäger steht der kampferprobte Thomas (kernig: Thomas Galasso).

Das kann ja heiter werden.

Filmkritik „Deadheads“

Naja, so heiter, wie es klingt, wird die ganze Sache im Großen und Ganzen dann auch. Obwohl die Macher sich ganz besondere Mühe geben, möglichst abgedreht und flippig zu sein und damit den Bogen überspannen. Nach dem Motto: Hurra, jetzt sind wir mal so richtig lustig. Ob es ein rassistischer Söldner ist, ein dauerspitzer Vietnam-Veteran oder die nervöse und notgeile Büro-Husche – die Figuren sind überzogen, bis es qualmt. Das entlockt uns in der Tat das eine oder andere Schmunzeln. Nur allzu cool ist es eben nicht. Und echte, fein ausgearbeitete Gags und damit wirklicher Witz tauchen auch nicht so häufig auf. Das ist dann wohl auch das größte Problem.

Brent hat’n Loch im Bauch (Foto: Splendid Film)

Außerdem: Warum muss in romantischen Zombiekomödien ausgerechnet der Hauptheld immer so ein Hosenscheißer sein? Auch Mike ist entscheidungsschwach, schüchtern und zart besaitet – und trägt natürlich Buchhalterbrille. Hier darf es nächstes Mal gern eine coole Sau sein.

Gut gefallen uns dagegen die harte Gangart und dreckige Optik des Films. Mampfende Zombies, Kopfschüsse, Blutfontänen – Make-up und Spezialeffekte sind deftig und sehen verdammt gut aus. Hier lassen die „Pierce Brothers“, also die Autoren und Regisseure, nichts anbrennen. Was uns wieder einmal am Urteilsvermögen der FSK zweifeln lässt.

Die Versionen

Wir haben schon lange aufgehört, die FSK-Urteile nachvollziehen zu wollen. Dieser Flick ist uncut ab 16 Jahren freigegeben. Vielleicht hat der Schuss Romantik die Truppe milde gestimmt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Passable Zombiekomödie, die aber witziger sein will, als sie am Ende ist.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Deadheads"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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