Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneCreature – Die Legende vom Monster aus dem Sumpf

Torture-Porn trifft Slasher trifft Monsterfilm. Totaler Schwachsinn.

Was so manchen Gehirnen in so manch merkwürdigen Zuständen entspringt, ist noch nicht automatisch ein guter Horrorfilm. „Creature“ ist das beste Beispiel dafür.

Die Geschichte

Bei solchen Drehbüchern – einfach mal nix sagen (Foto: Sunfilm/Tiberius Film)

Eine Gruppe junger Leute landet unversehens in einem Hinterwäldler-Kaff. Dort bekommen sie von den Hinterwäldlern, angeführt von Sid Haig („The Devil‘s Rejects“) eine nette Gruselgeschichte über das Monster Lockjaw – halb Mensch, halb Alligator – erzählt. Sie beschließen, eine Nacht in dem Ort  zu verbringen.

Natürlich ist es keine Legende und ein reales Monster hat es auf die unbedarften Touristen abgesehen. Fortan dezimiert sich die Gruppe nach und nach. Doch zum Glück gibt es einen starken Kämpfer, der dem Gruselvieh zeigt, wo hier der Hammer hängt. Allerdings kommt sein Einsatz reichlich spät …

Filmkritik „Creature – Die Legende vom Monster aus dem Sumpf“

Der Film kümmert sich direkt um den Hormonhaushalt von uns Jungs. Die erste Einstellung: Titten in Großaufnahme. Auch sonst darf der weibliche Teil der Besetzung erst mal zeigen, was sich so unter den Blusen befindet.

„Du kannst doch nicht einfach in so einem Mistfilm mitspielen!“ – „Doch, ich kann. Ich muss die Miete bezahlen.“ (Foto: Sunfilm/Tiberius Film)

Wer bereits diesen Absatz als sexistisch empfindet, kann sich den Rest des Films sparen. Das Drehbuch läuft komplett nach dem Motto: „Wer zuerst blankzieht, geht auch zuerst drauf.“

Mehr hat dieser Film nicht zu bieten. Die Story ist reichlich abstrus und lässt jegliche logischen Denkansätze vermissen. Das Monster – eine Mischung aus Ninja-Turtles und Alien – sorgt mehr für unfreiwillige Lacher, als für Gänsehaut. Spannung mag überhaupt nicht aufkommen – vielmehr fragen wir uns nur müde, wer diesmal das „Final Girl“ sein mag. Ansonsten blicken wir ratlos auf das uninspirierte Sammelsurium aus Gore, nackter Haut und dem krampfhaften Versuch, Spannung aufzubauen.

Wer diesem wirren Zeug etwas abzugewinnen vermag, muss schon über ein sehr eigenes Gemüt verfügen (und das meinen wir an dieser Stelle zunächst einmal völlig wertfrei). Wer es genau wissen möchte, der lasse eben die zwei Euro in der Videothek. Von einem Kauf raten wir ausdrücklich ab.

Abschließend noch einmal zur Sexismus-Debatte: Lassen wir unsere Hormone regieren, um einen Ehrenstern für die weiblichen Vorzüge springen zu lassen?

Öhm … nö.

Die Versionen

Der Film erscheint ungekürzt auf DVD und ist ab 18 Jahren freigegeben. Das ist durchaus angemessen, denn die Mischung aus Gore und dem allzu aufdringlichen Appell an die männlichen niederen Instinkte ist mehr als bedenklich.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Zeitverschwendung: Sinnlose Sadismus-Orgie ohne den Hauch von Verstand.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Creature – Die Legende vom Monster aus dem Sumpf"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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