Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneCockneys vs. Zombies

Zombies machen das Londoner Eastend unsicher. Aber sie legen sich mit den Falschen an.

Renitente Rentner und behämmerte Bankräuber gegen unersättliche Untote. Ein Riesenspaß mit Kultpotenzial.

Die Geschichte

Ballern statt Bingo: Englische Rentner engagieren sich für die Gesellschaft (Foto: Studiocanal)

Ballern statt Bingo: Englische Rentner engagieren sich für die Gesellschaft (Foto: Studiocanal)

Das Londoner Eastend wird so nach und nach platt gemacht und muss modernen Betonkästen weichen, in denen Luxus-Apartments untergebracht werden sollen. Damit steht auch das Altenheim auf der Abschussliste, in dem Ray Macguire lebt. Seine Enkel Katy, Andy und Terry möchten das verhindern. Sie überfallen eine Bank, um Geld aufzutreiben, mit dem sie den Abriss verhindern können.

Natürlich geht der Überfall gründlich schief und sie sehen sich von der Polizei umzingelt. Noch während sie sich in der Bank zwei Geiseln unter den Nagel reißen, ändert sich die Situation nachhaltig: Plötzlich sind die Polizisten da draußen nur noch totes Fleisch, und eine Zombie-Welle schwappt über die Stadt. Auch das Altenheim bleibt davon nicht verschont. Doch die Senioren finden Mittel und Wege, um sich gegen die gefräßige Zombie-Brut zur Wehr zu setzen.

Die Bankräuber schaffen es, die Front der Untoten auszulichten und die Senioren zu befreien. Gemeinsam nehmen sie den Kampf gegen die Zombies auf. Wobei sich zeigt, dass auch die älteren Herrschaften nicht zu unterschätzen sind.

Filmkritik „Cockneys vs. Zombies“

"Ihr wollt unsere Fahrkarte sehen? Dann nehmt das hier!" (Foto: Studiocanal)

„Ihr wollt unsere Fahrkarte sehen? Dann nehmt das hier!“ (Foto: Studiocanal)

Das Zombie-Thema ist in den vergangenen Jahren ziemlich oft bemüht worden, sodass es zunehmend schwieriger wird, frischen Wind in dieses Sujet zu bringen. Auch die eher lustigen Streifen dieser Gattung – mittlerweile mit dem Kunstwort „Zomedy“ versehen – sprießen seit „Shaun Of The Dead“ inzwischen wie Pilze aus dem Boden.

Der deutsche Werbefilmer Matthias Hoene hat mit seinem Kinodebüt „Cockneys vs. Zombies“ das Kunststück fertig gebracht, eine frische Idee mit viel schwarzem Humor effektvoll umzusetzen.

Ein abstruser Gag reiht sich an den nächsten (zum Brüllen: Hooligan-Zombies, die sich sogar als langsame Untote immer noch gegenseitig verprügeln). Es gibt kaum Längen in der Handlung, dafür reichlich Action, bei der auch die Senioren kräftig mitmischen. Dafür verzichtet Hoene fast vollständig auf Genre-typisches Einerlei (der Film hat sogar so etwas wie eine Exposition). Alles zusammen sind die Zutaten für einen wirklich erfrischenden Beitrag zum Thema „Wie verhaue ich Untote?“ Genial ist auch das Spiel der älteren Darsteller, die auch in den Action-Szenen punkten können.

Übrigens: Wer im Abspann auf den Namen Honor Blackman stößt und glaubt, den Namen schon mal irgendwo gehört zu haben, liegt richtig. In dem James-Bond-Klassiker „Goldfinger“ durften wir sie 1964 als Bond-Girl Pussy Galore bewundern.

Die Versionen

Der Film ist ab 18 – aber so was von … Bemerkenswert ist, dass er auch in Deutschland ungekürzt erscheint.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Noch nie war Gemetzel so lustig: famoser Filmspaß mit reichlich Action und durchgängig fein aneinandergereihten Gags.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Cockneys vs. Zombies"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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