Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneCarver

In einer Hütte unweit eines Zeltplatzes lagern verstörende Filmrollen.

Campen macht Spaß, wenn man am richtigen Ort lagert. Doch dieser Aufenthalt im Freien fordert einen hohen Blutzoll.

Die Geschichte

Zwei Brüder, Anfang 20, sind auf dem Weg ins Grüne um sich mit einem befreundeten Pärchen zu treffen. Der Campingplatz jedoch hat schon bessere Tage erlebt, hinter dem abblätternden Putz lauern Tod und Verderben. Der Sheriff ist vor Ort, um eine Frauenleiche zu inspizieren und hat dabei anscheinend einen der üblichen Verdächtigen im Visier. Aber davon ahnen die jungen Urlauber nichts.

Stattdessen finden sie in einer Waldhütte einen Haufen Filmrollen und einen Projektor, der zum Ansehen des staubigen Zelluloids geradezu einlädt. Der Stoff hat es in sich, ein bestialisch-effektvoller Mord reiht sich an den nächsten. Doch die Filmparty bekommt schnell einen schalen Beigeschmack. Das Gemetzel wirkt so unglaublich realistisch. Handelt es sich möglicherweise um sogenannte Snuff-Filme? Und es kommt noch besser: Der Killer aus dem Film nähert sich in echt, um in seiner Hütte für Ordnung zu sorgen.

Filmkritik „Carver“

Carver (Foto: Anolis / Sunfilm)

Das hier Gebotene ist ein ganz ordentlicher Slasher in der Tradition von Klassikern wie „Halloween“ oder „Freitag der 13.“. Zwar wird hier die alte (goldene) Regel gebrochen, dass das erste sexpraktizierende Pärchen zuerst sterben muss. Dafür erwischt es – immerhin – die, die man zuerst auf einer Karaoke-Bühne sieht.

Zugegeben, die Story ist nicht gerade tiefgründig. Das ist aber auch nicht weiter tragisch, weil der Rest stimmt: In einer Szene wird mit einer Rohrzange ein Hodensack bis zum Platzen malträtiert und an anderer Stelle wird erklärt, was man mit einem Fuchsschwanz noch so alles anstellen kann.

Das bisschen Handlung läuft ganz gut und ohne großes Stocken von der Rolle. Erstaunlich, selbst die Synchronisation kann sich sehen beziehungsweise hören lassen. Popcornkino? Ja durchaus, aber nicht so spaßig wie die eingangs genannten Klassiker.

Die Versionen

Es ist möglich, dass man die beschriebenen Szenen gar nicht zu sehen bekommt, denn laut Schnittberichte.com gibt es eine von der FSK freigegebene Fassung ab 18 Jahren, die definitiv geschnitten ist, sowie eine SPIO/JK-Fassung, die ebenfalls gekürzt ist. Die Originalfassung läuft laut Internet Movie Database 97 Minuten, die deutschen Fassungen sind um bis zu 3 Minuten kürzer. Trotzdem sind diese erst ab 18 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Unterhaltsamer Slasher, wenn auch nicht aus der Oberliga.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Carver"

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Über den Autor Alptruck

Rezensiert seit acht Jahren wieder regelmäßig Filme und Comics. Sein Nickname wurde ihm Ende der 70er zu Punk-Zeiten verpasst, weil er offenbar etwas nervte und Albdruck so ähnlich klingt.
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