Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneBag of Bones

Groß angelegtes Spuk-Drama nach Stephen King

Ein Fluch terrorisiert ein ganzes Dorf. Nur mühsam lässt sich das fürchterliche Geheimnis dahinter lüften. Das garantiert trotz einiger Längen mehr als zweieinhalb Stunden Spannung.

Die Geschichte

Michael sieht seine Sammlung alter Shelllackplatten durch (Foto: Sony Pictures Home Entertainment)

Michael sieht seine Sammlung alter Shelllackplatten durch (Foto: Sony Pictures Home Entertainment)

Nach dem tragischen Unfalltod seiner Frau verzieht sich der Schriftsteller Mike Noonan in das gemeinsame abgelegene Ferienhaus am See, um sich wieder zu sammeln. Doch schon bald muss er sich mit unerwarteten Störungen herumschlagen: Im Haus und in der Umgebung spukt es.

Er versucht, hinter das Geheimnis zu kommen und gerät immer tiefer in das Gestrüpp von schrecklichen Geheimnissen, übersinnlichen Phänomenen und ganz irdischen Intrigen. Bald ist er in das Geschehen so verwickelt, dass es auch für ihn immer enger wird.

Filmkritik „Bag of Bones“

Fast hätten wir die Hoffnung aufgegeben. Diese TV-Produktion hat zwar auch ihre Schwächen. Aber nach all den eher unterirdischen Filmen können wir uns wieder einmal über eine solide Horrorfilm-Produktion freuen.

Die Polizei, dein Freund und Stützer (Foto: Sony Pictures Home Entertainment)

Die Polizei, dein Freund und Stützer (Foto: Sony Pictures Home Entertainment)

Es handelt sich um eine Stephen-King-Verfilmung. Der 600-Seiten-Wälzer ist hier auf 158 Minuten komprimiert. Trotzdem sind immer noch die King-typischen Durststrecken mit dabei. Doch die bringen die Handlung voran und halten den Spannungsbogen auf einem ordentlichen Maß.

Die Darstellung der Ereignisse enthält einige Härten, die allerdings nicht übertrieben sind. Gleichzeitig ist für den einen oder anderen Schreck gesorgt – die Spukphänomene sind gut umgesetzt und kommen entsprechend gut rüber.

Negativ wirkt sich der verweichlichte Herzschmerz-Unfug aus, der uns gegen Ende dieses Streifens traktiert. Das ist ein Horrorfilm, und der verliert nun mal durch die abschließenden Warmduscher-Einlagen seine Wirkung. Auf diese Zugeständnisse an die amerikanische TV-Werbeindustrie hätten wir lieber verzichtet. Ansonsten ist der Film fast eine Punktlandung.

Die Versionen

Solide Produktion, keine besonderen Härten, TV-kompatibel, ungekürzt. Was wollen wir mehr?

Das Urteil von Horrormagazin.de

Blitzsaubere Horror-Produktion mit unnötig viel Melodram. Dennoch oberhalb des Mittelfeldes.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Bag of Bones"

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Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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