Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneAlien vs. Zombies: The Dark Lurking

Irgendwo zwischen Gut und Böse

Verloren auf einem fernen Planeten und 13 Stockwerke unter der Erdoberfläche kämpfen die Überlebenden eines Forschungslabors gegen Zombies. Regisseur Gregory Conners aus Australien will mit seinem Low-Budget-Film „Alien vs. Zombies: The Dark Lurking“ einen Genre-Meilenstein im Science-Fiction-Horror setzen. Erfolgreich?

Die Geschichte

Hasta la vista Zombie – Ozzie Devrish als Kirkland (Foto: WVG Medien GmbH)

Ein Raumschiff empfängt den Hilferuf einer Forschungsstation. Ein Gen-Experiment schlug fehl und geriet außer Kontrolle. Die Lage sieht nicht sonderlich gut aus, denn am anderen Ende der Leitung besteht man auf eine sofortige Evakuierung des Geländes. Das Forschungslabor liegt unter der Erde – ganze 13 Stockwerke tief. Den Labormitarbeitern und einigen Soldaten, die nun den Weg nach oben suchen, wird schnell das Ausmaß der Katastrophe klar. So begegnen sie mutierten Kreaturen, gewaltbereit und kräftig, sodass eine Flucht nur schwer gelingen mag.

Lena (Tonia Reene), die in einem weißen und sterilen Raum aufwacht, stößt zur Gruppe. Zusammen gelingt es ihnen sich der Erdoberfläche zu nähern. Nicht selten müssen sie sich in labyrinthähnlichen Gängen den Weg freikämpfen. Überall lauern diese Gen-Zombies mit ihrer Furcht erregenden Erscheinung und ihrem ausgeprägten Killerinstinkt.

In einem weiteren Laborkomplex treffen die acht noch Überlebenden einen Wissenschaftler. Hier verbarrikadieren sie sich. Jetzt stellt sich heraus, dass zwei Versuchsobjekte das Unglück überlebt haben, und Lena scheint eine davon zu sein.

Kritik „Alien vs. Zombies: The Dark Lurking“

Da schauen wir nicht schlecht, als uns vom DVD-Cover ein Alien anblinzelt. Wenn es sprechen könnte, wollte es sicherlich sagen „Schön, dass du den Film gekauft hast, aber was mach ich hier eigentlich?“

Es geht ordentlich zur Sache – Alien vs. Zombies (Foto: WVG Medien GmbH)

Und genau das ist der Punkt. Das Monster erzeugt eine falsche Erwartungshaltung. Im ganzen Film gibt es nur eine Szene, in der es zu entdecken ist. Es sieht jedenfalls ganz klar nach einem H.R.-Giger–Verschnitt aus. Dummerweise wird die Kreatur nach einem (zu) kurzen Fight unspektakulär zur Strecke gebracht. Aber dafür gibt es ja noch genug Zombies. Damit sind all jene Lebewesen gemeint, die nach Blut und Fleisch gieren. Ihr Körper besteht aus einer glibbrigen Masse irgendwo zwischen einem Wackelpudding und dem Blob, und ihr Kopf soll vermutlich reines Gehirn darstellen. Ich persönlich hätte hier eher auf eine übergroße ausgebeulte rosa Badekappe getippt.

Minuspunkte gibt es für die schauspielerische Leistung. Sie wirkt genauso starr wie die Story. Blenden wir aber die fürchterlichen deutschen Synchronstimmen und die monotone Handlung aus, so entpuppt sich „Alien vs. Zombies: The Dark Lurking“ plötzlich als unterhaltsames Actionspektakel. Es wird umhergeballert, durch Irrgänge geflüchtet und mutierten Zombies der Gar ausgemacht.

Die Spezialeffekte sind weitgehend frei von sichtbaren Computeranimationen. Das gefällt und Langeweile kommt hier nicht auf. Ein kleines Trostpflaster für Gregory Connors und seine 1-Million-Dollar Produktion. Leider reichen die Pluspunkte nicht ganz, das Blatt beziehungsweise die Filmbewertung zum Guten zu wenden.

Die Versionen

Der australische Sci-Fi-Horror-Streifen „Alien vs. Zombies: The Dark Lurking“ ist ungeschnitten erhältlich und hat von der FSK eine Freigabe ab 16 Jahren erhalten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Viele Zombies, kaum Aliens, kein Spaß.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Alien vs. Zombies: The Dark Lurking"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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