Filmkritik Bewertung: 5/5 Sterne10 Cloverfield Lane

John Goodman sorgt für Spannung im Kellerverlies

Die Stimmung ist im Keller. John Goodman hält Mary Elizabeth Winstead („Stirb langsam 4.0“) in seinem Schutzbunker gefangen, angeblich zu ihrer eigenen Sicherheit. Damit nicht genug: Das Ganze spielt im gleichen Universum wie der Monsterfilm „Cloverfield“.

Die Geschichte

Unterirdischer Luxus: Die Ausstattung von Michelles Zimmer lässt zu wünschen übrig. (Foto: Universal Pictures)

Michelle (Winstead) hat einen Autounfall auf einer einsamen Landstraße und wacht in einem Notschutzbunker unter der Erde auf – angekettet an eine Wand. Dafür verantwortlich ist Howard (Goodman). Er behauptet, er habe ihr Leben gerettet und dass es eine Form von Angriff gegeben habe, der das Leben auf der Erde unmöglich machte.

Auch Emmett (John Gallagher Jr.) befindet sich im Bunker. Langsam arrangieren sich alle mit der Situation und machen das Beste daraus. Doch die Geschichte des bedrohlichen und psychisch labilen Howard wird zunehmend unglaubwürdig. Auch scheint er ein grausames Geheimnis zu verschweigen. Und wie kam es überhaupt zu dem nächtlichen Autounfall? Michelle und Emmett planen ihre Flucht, nicht ahnend, was sie an der Oberfläche wirklich erwartet.

Filmkritik „10 Cloverfield Lane“

Alles Gute kommt von oben? Beim Essen stören Geräusche die vermeintliche Idylle (Foto: Universal Pictures)

Wie aus dem Nichts tauchte der Trailer zu „10 Cloverfield Lane“ auf, und schnell machte das Gerücht die Runde, es handele sich um die Fortsetzung des Monsterfilms „Cloverfield“ aus dem Jahr 2008. Beide Filme hat J.J. Abrams produziert. Auch Matt Reeves und Drew Goddard, Regisseur und Autor von „Cloverfield“, finden sich unter den Produzenten. Also alles klar?

Nein, denn es handelt es sich bei dem hier vorliegenden Werk von Regisseur Dan Trachtenberg um keine direkte Fortsetzung. Allerdings spielen beide Filme im gleichen Universum. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Der wackeligen und hektischen Handkamera aus „Cloverfield“ wird hier ein Kammerspiel entgegengesetzt, das in weiten Teilen ruhig inszeniert ist und mit klassischen Spannungs-Mustern arbeitet. Genauso wie Michelle wissen wir nichts über die Vorfälle in der Außenwelt. Aber die Geschichte unter der Erde ist ohnehin schon höllisch spannend. Hat sich Howard alles nur ausgedacht, oder wurde die Erde wirklich angegriffen? Immer wieder offenbart der Film neue Geheimnisse. Trachtenberg ist ein Musterbeispiel an altmodischem Spannungskino gelungen, das von der ersten Minute an packt. Auch Kamera und Musik passen ins Bild und überzeugen.

Wir sehen was, was du nicht siehst: Michelle und Howard (Foto: Universal Pictures)

Besonders hervorheben wollen wir an dieser Stelle noch die Darsteller: Goodman und Winstead liefern großartige Vorstellungen ab. Besonders der Altstar erzeugt allein durch seine körperliche Erscheinung eine unglaubliche Bedrohung für die eher zierliche Winstead. Doch auch die verletzliche Seite Howards bringt er hervorragend zum Ausdruck. Winstead hingegen gelingt ein starker Wandel vom Opfer zur treibenden Kraft des Films.

Die Versionen

„10 Cloverfield Lane“ ist ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben. Aufgrund der dauerhaften Bedrohungssituation und einiger Brutalitäten ist das auch gut so.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Schnörkelloser und unglaublich spannender Psycho-Horrorthriller mit großartigen Darstellern.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "10 Cloverfield Lane"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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