Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneThe Invitation – Die Einladung

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Langweilige Dinnerpartys können der Horror sein. Noch schlimmer wird es, wenn die Party bei der Ex-Frau stattfindet, die Gastgeber sich äußerst merkwürdig verhalten und Freunde spurlos verschwinden. So wie in dem hier vorliegenden, ziemlich spannenden Stück.

Die Geschichte

Das letzte Abendmahl? Auf der Party scheint etwas nicht zu stimmen… Egal, erstmal essen. (Foto: Pandastorm Pictures)

Will (Logan Marshall-Green) und seine Freundin Kira (Emayatzy Corinealdi) werden zu einer Dinnerparty eingeladen. Eigentlich eine schöne Sache. In diesem Fall findet die Party aber bei Wills Ex-Frau Eden (Tammy Blanchard) im ehemaligen gemeinsamen Haus in den Hügeln von Los Angeles statt.

Nach dem Tod des gemeinsamen Kindes hatten die beiden sich getrennt, und Eden war zwei Jahre spurlos verschwunden. Jetzt ist sie wieder da und hat einen neuen Freund.

Auf der Party stimmt etwas nicht, heimlich werden Drogen genommen, eine fremde Frau macht Will unverfroren Avancen. Und wo ist eigentlich Choi, der laut Sprachnachricht längst angekommen sein sollte? Will wird von Paranoia gepackt. Oder bildet er sich die Bedrohung nur ein?

Filmkritik „The Invitation“

Manche mögen ihr Steak gerne blutig. (Foto: Pandastorm Pictures)

Es gibt Filme, über die Zuschauer so wenig wissen sollten wie möglich. „The Invitation“ gehört dazu. Soviel sei verraten: Der Film entwickelt eine ungeheure Sogwirkung, der wir uns nur schwer entziehen konnten. Regisseurin Karyn Kusama, die zuletzt mit dem missglückten Teenie-Horror „Jennifer‘s Body“ auf sich aufmerksam machte, ist ein waschechter Psychothriller gelungen.

Als Zuschauer befinden wir uns genauso über die wahren Geschehnisse auf der Party im Unklaren wie die Hauptfigur. Deren Misstrauen gegenüber den Gastgebern wächst ständig, ebenso bei uns. Auch ein großer Verdienst des gelungenen Drehbuchs. Es erzählt die Geschichte ohne große Umwege, und durch stimmige Rückblenden erfahren wir mehr über Wills und Edens Vergangenheit.

Keine Feier ohne Meier: Obwohl das Verhältnis zur Ex nicht das beste ist, nimmt Will (links stehend) ihre Party gerne mit. (Foto: Pandastorm Pictures)

Dabei verzichtet Kusama auf jene Effekthascherei, zu der sie in ihren früheren Werken noch neigte. Inszenatorisch stimmt alles: Schauspieler, Kamera und Musik tragen wesentlich zur unheilvollen Atmosphäre und Spannung des Films bei.

Die Versionen

Die FSK hat „The Invitation“ ab 16 Jahren freigegeben. Der Film setzt auf Spannung und verzichtet auf übertriebene Gewalt und blutige Details. Insofern ist das sicher angemessen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Spannender Psychothriller bei dem sich die Paranoia der Hauptfigur auf den Zuschauer überträgt.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Invitation – Die Einladung"

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Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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