Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneAbattoir – Er erwartet dich!

Reporterin gelangt ins Haus der vielen Toten.

Die Kirche soll man ja eigentlich im Dorf lassen. Deshalb wurden schon vor langer Zeit Wanderprediger ins Land geschickt. Dass die nicht nur Gutes im Schilde führen, beweist der neue Film des mehrfachen „Saw“-Regisseurs Darren Lynn Bousman.

Die Geschichte

Gewagte Architektur: Ob das die Bauaufsicht so abnimmt? (Foto: Constantin Film)

Die Familie von Reporterin Julia (Jessica Lowndes) wird brutal ermordet. Doch so eindeutig der Fall scheint, ist er nicht. Schon bald ist der gesamte Tatort verschwunden, und Julia erfährt von weiteren Verbrechensstätten, die plötzlich nicht mehr da waren.

Gemeinsam mit ihrem Ex-Freund, Detective Grady (Joe Anderson), folgt sie einer geheimnisvollen Spur zu einem Ort, mit dem sie eine dunkle Vergangenheit zu verbinden scheint. Sie trifft dort nicht nur auf den Wanderprediger Jebediah Crone (Dayton Callie) sondern auch auf ein Geisterhaus mit unendlich vielen Räumen, voll mit Toten und verfluchten Seelen – ein Abattoir.

Kritik „Abattoir“

Grundlage der Geschichte sind die von Regisseur Darren Lynn Bousman selbst kreierten Comics aus dem Jahr 2010. Das sieht man der Bildgestaltung des überstilisierten Streifens an. „Abattoir“ orientiert sich an der Ästhetik des Film-Noir, das sieht zumindest am Anfang ganz nett aus, wirkt jedoch sehr steril.

Das freundliche Gesicht täuscht: Jebediah Crone führt nichts Gutes im Schilde (Foto: Constantin Film)

Bei all dem Fokus auf das Visuelle hat Bousman aber die Spannung vergessen. Das ist gleich doppelt ärgerlich, weil der Film dieses Manko optisch nicht kompensieren kann. So sieht er weder richtig gut aus, noch ist er spannend.

Zur Sterilität gesellen sich vor allem zum Ende hin viele grottige Computereffekte, die uns völlig aus der Handlung reißen. Die ansonsten interessante – wenn auch etwas substanzlose – Story leidet unter den Schwächen der Inszenierung, da reißt auch das inhaltlich gelungene Ende nichts mehr raus.

Immerhin schauspielerisch liefern vor allem Dayton Callie als Wanderprediger aus der Hölle und Horror-Ikone Lin Shaye („Insidious“, „Ouija“) mit sichtlichem Spaß an ihren Rollen gute Leistungen ab. Alles in allem ist „Abattoir“ trotzdem ein ziemlich belangloses Vergnügen.

Die Versionen

Der Film ist ab 16 Jahren von der FSK freigegeben. Viele der blutigen Effekte sind schnell als Computertricks zu erkennen. Vom Regisseur von „Saw 2, 3 und 4“ hätte man schlimmeres erwarten können.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Spannungsarme Luftnummer, immerhin mit einigen Ausnahmen ganz hübsch anzuschauen.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Abattoir – Er erwartet dich!"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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