18.03.2011

Machete und die geschnittenen Filmszenen – DVD lüftet Geheimnis um Filmkürzungen

Machete und die geschnittenen Filmszenen – DVD lüftet Geheimnis um Filmkürzungen

Am 21. April gibt es aus dem Studio von Hobbykoch Robert Rodriguez wieder mexikanisch Geschnetzeltes. Dann bringt Sony Pictures den irren Tortilla-Trash „Machete“ auf DVD raus. Darauf sind auch einige der geheimnisvollen geschnittenen Szenen zu finden. Die Filmkritik gibt’s übrigens hier.

Die fehlenden Szenen

Wenn Machete sauer wird, rollen Wenn Machete sauer wird, rollen Köpfe (Foto: Sony Pictures)

Wenn Machete sauer wird, rollen Köpfe (Foto: Sony Pictures)

Schon vor Kinostart sprach Regisseur Rodriguez darüber, dass er den Film gekürzt habe. Er habe einige zusätzliche Filmfiguren herausgeschnitten ebenso wie die Todesszenen anderer Figuren. Zudem hatte er einen Unrated Director’s Cut angekündigt. Der kam aber kurz darauf erst einmal wieder vom Tisch.

Die DVD von Sony enthält einige herausgeschnittene Szenen. Worum es geht:

  • Zwilling: Agentin Sartana Rivera (Goldene Himbeere für Jessica Alba) hat eine Zwillingsschwester (auch Alba), die gerne die falschen Kerle abschleppt und auch sonst eher daneben ist.
  • Killer: Der komische Killer Osiris Amanpour (Tom „Sex Machine“ Savini) hat eine weitere Kollegin (Rodriguez’ neue Freundin Rose McGowan) mit lustiger Gesichtsmaske. Sie tötet Riveras Zwillingsschwester. Zuvor gibt es ein zusätzliches Vorstellungsgespräch beim zwielichtigen Booth (Jeff Fahey).
  • Todesfall: Osiris stirbt eines unnatürlichen Todes. Eine Kreissäge aus „Machetes Chop-Shop“ spielt dabei eine wesentliche Rolle.
  • Weiteres: Hinzu kommen einige Gespräche zwischen Booth und Senator MacLaughlin (Robert De Niro) und eine weitere Szene, die wir an dieser Stelle nicht besprechen. Das würde zuviel verraten.

Keine Unrated-Erweiterungen

Senator McLaughlin (Robert De Niro) tut alles für sein Land (Foto: Sony Pictures)

Senator McLaughlin (Robert De Niro) tut alles für sein Land (Foto: Sony Pictures)

So schön und sinnvoll die zusätzlichen Szenen sind, eine Unrated-Version würden sie nicht provozieren. Denn auch hier blendet Rodriguez wie auch im Film an den allzu heftigen Stellen aus. Somit würde „Machete“ auch mit Erweiterung wirken, als hätte Rodriguez mit angezogener Splatterbremse gearbeitet und dabei an die MPAA – die amerikanische FSK – gedacht. Ganz verübeln können wir ihm das nicht. Schließlich hatte er mit dem Grindhouse-Projekt 2007 einen riesigen finanziellen Flop gelandet. Da sollte er das Glück nicht herausfordern und hat zumindest das R-Rating angepeilt.

Aber vielleicht macht Rodriguez ja seine ursprüngliche Ankündigung wahr und legt bald einen wirklich unzensierten, harten Director’s Cut nach. Dann wäre „Machete“ der endgültige und ultimative Exploitation-Hammer. Ein Fest für Freunde heißer, mexikanischer Küche.

Ansonsten ist die Erstausgabe der „Machete“-DVD noch dürftig. Zwar sind Bild und Ton erste Sahne. Dafür gibt es aber noch keinen Audiokommentar und keine anderen Extras. Lediglich eine Tonspur mit Zuschauerreaktionen. Und die können wir uns auch schenken.

 

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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