Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneWrecker – Death Truck

Frauen treffen auf Abschlepper - auf der Landstraße

In dem Asphalt-Filmchen „Wrecker“ brettern zwei Frauen durchs Hinterland und legen sich mit einem Abschleppwagen an. Das Ergebnis dürfte lediglich die Freunde fetter US-Karren interessieren.

Die Geschichte

Der häufigste Gesichtsausdruck in diesem Film (Foto: Tiberius Film)

Der häufigste Gesichtsausdruck in diesem Film (Foto: Tiberius Film)

Emily und Leslie düsen durch die USA, einfach nur weg von Emilys untreuem Freund. Plötzlich taucht vor ihnen ein Abschleppwagen auf. Sie überholen stramm und lassen ihn schnell hinter sich. Doch so leicht lässt sich der Diesel nicht abschütteln. Er folgt den Damen und macht ihnen die Hölle heiß. Ein Kampf auf dem Asphalt entbrennt. Und dann verschwindet plötzlich Leslie.

Die hat’s gut, denn wir müssen leider noch da bleiben, weil der Film immer noch nicht zu Ende ist.

Filmkritik: „Wrecker – Death Truck“

Ein bisschen „Duell“ von Steven Spielberg, ein bisschen „Jeepers Creepers“, aber eben ganz schlecht und ganz billig. Machen wir es kurz: Dieser Film ist eine einzige Unverschämtheit.

Leslie (li.) und Emily warten auf den Abschlepper (Foto: Tiberius Film)

Leslie (li.) und Emily warten auf den Abschlepper (Foto: Tiberius Film)

Die sogenannte Geschichte beschränkt sich darauf, dass sich die düsenden Damen und der Truck wahlweise gegenseitig überholen und ständig ziemlich dicht aufeinander auffahren. Dazwischen langweilt der Film mit ewig langen Aufnahmen der Landstraße, des Tachos und des roten Mustangs, den die Frauen fahren, und mit lächerlichen sogenannten Auto-Stunts.

Die beiden Hauptpersonen sind hochgradig unsympathisch, heulen hysterisch herum, machen dumme Sachen, reißen verschreckt im Scheinwerferlicht die Augen auf und murmeln „Oh mein Gott“. Dabei passiert aber die ganze Zeit gar nichts. Den ersten halbwegs coolen Schockeffekt gibt es nach sage und schreibe 56 Minuten. Aber dann ist es zum öden Finale zum Glück nicht mehr weit.

„Wrecker“ ist aber auch in anderer Hinsicht ein echtes Ärgernis. Denn er ist derart schlampig gefilmt, dass sich der Auspuff biegt. Der Begriff „Anschlussfehler“ stößt hier in eine neue Dimension vor. War eben noch der Berg links von der Straße und rechts das Tal, und jetzt ist es umgekehrt? Egal, merkt ja keiner. Verändert sich in jeder Einstellung deutlich sichtbar die Geschwindigkeit der Autos? Sind wir gerade zum siebten Mal an derselben Raststätte vorbeigefahren? Ändert sich ständig die Farbsprache des Filmes? Auch Wurscht, Hauptsache der Mustang sieht toll aus und brummt schön laut. Und noch mal den Fuß auf dem Gaspedal reingeschnitten, und die Tachonadel flippt aus. Hurra!

Der Truck will sich was auf den Grill legen (Foto: Tiberius Film)

Der Truck will sich was auf den Grill legen (Foto: Tiberius Film)

Und ganz nebenbei liefert „Wrecker“ den wohl dümmsten Satz, der in diesem Jahr in einem Horrorfilm fiel. Denn die in einem ölsaufenden Mustang mit 5-Liter-Sportmotor sitzenden Damen lästern an einer Stelle doch allen Ernstes über den Dieselfahrer: „Hat der schon mal was von Klimawandel gehört?“ Da fehlen selbst einem abgehärteten Filmgucker die Worte.

Die Versionen

Die DVD-Hülle täuscht, denn die FSK hat sehr wohl erkannt, dass in dem Film rein gar nichts passiert. Tatsächlich ist er nämlich schon ab 12 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Dieser Film kann einem auf den Wrecker gehen – auf den Schrottplatz damit!

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Wrecker – Death Truck"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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