Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneWe are still here

Neues über rachsüchtige Spukhäuser

In einem Haus, in dem es spukt, erwarten wir in erster Linie Geister und keine eher physisch unangenehmen Gestalten – wie hier. Doch das ist leider nicht der einzige Fehler in diesem Film.

Die Geschichte

"Ja, aber ich weiß doch auch nicht, was ich in diesem Film verloren habe!" (Foto: Tiberius Film)

„Ja, aber ich weiß doch auch nicht, was ich in diesem Film verloren habe!“ (Foto: Tiberius Film)

Um nach dem Unfalltod ihres Sohnes ein wenig zur Ruhe zu kommen, zieht das Ehepaar Anne und Paul in ein einsam gelegenes Landhaus in Neuengland. Zunächst scheint das beiden ganz gut zu bekommen, doch schon bald passieren merkwürdige Dinge. Viel zu spät erkennen sie, dass sie ein Anwesen erwischt haben, auf dem es in der Vergangenheit zu einem unschönen Zwischenfall gekommen war. Und dass das Haus seither auf Rache sinnt.

Filmkritik „We are still here“

Spukhausfilme scheinen eine Art Renaissance zu erleben. Gerade Regisseure wie James Wan haben mit klug inszenierten Filmen wie „Insidious“ oder „The Conjuring“ diesem Subgenre neues Leben eingehaucht.

Hier könnten wir einmal die spannende Frage erörtern, wodurch sich ein Spukhausfilm auszeichnet. Und wir tun es auch gleich einmal: Spukhäuser sind eine spezielle Sorte Immobilien, in denen seltsame Dinge passieren. Es hausen nämlich Geister drin. Die sind aber nicht physisch präsent, daher können sie uns auch nichts antun. Sie machen eben „nur“ dieses Spukzeugs. Ab und zu wird auch mal jemand wahnsinnig, wie beispielsweise in Stephen Kings Klassiker „Shining“. Aber mehr eben auch nicht.

Hier scheint die Welt noch ruhig und normal (Foto: Tiberius Film)

Hier scheint die Welt noch ruhig und normal (Foto: Tiberius Film)

Und was haben wir hier? Schon bald tauchen Gestalten auf, augenscheinlich Opfer eines verheerenden Brandes, die nicht nur beunruhigend aussehen (sollen). Sie können auch körperlich rabiat werden.

Wir machen es kurz: Während die ersten Filmminuten noch ein wenig um Atmosphäre bemüht sind, ist mit dem ersten Erscheinen der oben beschriebenen Kekszombies alles futsch. Hinzu kommen noch einige ziemlich überflüssige Gore-Einlagen, die nicht besonders viel mit dem eigentlichen Plot zu tun haben. Der gesamte Handlungsverlauf wird immer kruder, und am Ende fragen wir uns, was da jetzt eigentlich ganz genau passiert ist.

Es bleibt ein wenig Spannung, die eine oder andere gute Idee, aber ansonsten eine komplett versenkte Geistergeschichte.

Die Versionen

Der Film ist ungekürzt ab 16 Jahren freigegeben, was aufgrund einiger recht rabiater Bluteffekte leicht verwundert. Die Laufzeit beträgt 83 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Spukhaus-Spuk, der nicht sonderlich zu überzeugen weiß. Nachsitzen, setzen!

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "We are still here"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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