Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneVon der bösen Art

Lektion zum Thema „Wie man einen guten Ansatz gründlich versaut“

Hmpf … wir würden mal meinen, Drehbuchschreiben und Dope Rauchen verträgt sich einfach nicht. Da war wohl mal eine gute Grundidee. Herausgekommen ist … Schwachsinn.

Die Geschichte

Man kann nicht nur Soßen binden (Foto: Sunfilm)

Man kann nicht nur Soßen binden (Foto: Sunfilm)

Auf der einen Seite haben wir ein paar böse Jungs. Immer dann, wenn sich die Gelegenheit für Gewaltexzesse bietet, springen die Knaben mitten hinein. Dann naht die Geburtstagsfeier der Mutter einer dieser Schläger. Die beginnt als hemmungslose Sauf- und Drogenparty.

Doch dann passieren merkwürdige Dinge. Noch bösere Rockabillys tauchen auf und die Kriminalstatistik der Vereinigten Staaten wird sozusagen übersinnlich korrigiert… Und zwar nach oben.

Filmkritik „Von der bösen Art“

Die Herren Regisseure namens „The Butcher Brothers“ (= „Die Metzger Brüder“) wollten mit diesem Film wohl ihrem Namen alle Ehre machen. Das ist allerdings ziemlicher Mist. Die Grundidee war zwar gar nicht mal so schlecht. Dämonische Rockabillys trachten danach, böse Kreaturen auf die Erde zu senden und die Menschheit zu versklaven. Doch leider ist das in eine blödsinnige Schlachtorgie ausgeartet, die jeglichen Sinn oder irgendeine Art Charme missen lässt.

Kippe, Dreitagebart, Knarre - meine Güte, wie böse (Foto: Sunfilm)

Kippe, Dreitagebart, Knarre – meine Güte, wie böse (Foto: Sunfilm)

Dabei sind die Jungs als Monster sogar recht gut. Dank toller Schauspieler bleibt ein Rest des schrägen Humors im Stile eines Robert Rodriguez. Leider wurde die Rahmenhandlung drum herum versenkt. Somit kämpfen unsere spaßigen Gruselrockies vergeblich gegen den lauen Plot an.

Es wäre nicht allzu kompliziert gewesen, der Story etwas mehr Substanz zu verleihen. Eine ordentliche Exposition und ein wenig mehr erklärende Worte (oder Szenen) hätten schon gereicht, um die unzähligen logischen Lücken zu füllen.

Das ist aber nicht passiert und damit haben wir eine hemmungslose Gewaltorgie ohne Sinn und Verstand. Den Ehrenstern gibt es für ein paar sehenswerte Einlagen unserer Antagonisten aus den Fünfzigern. Doch die können diesen Unfug leider auch nicht mehr retten.

Die Versionen

Die FSK-18-Version hat eine Laufzeit von etwa 82 Minuten. Dabei sind etwa 5 Minuten der deutschen Zensurwut zum Opfer gefallen. Die Trauer hierüber hält sich jedoch in Grenzen.

Urteil von Horrormagazin.de

Ein paar gute Ideen, aber insgesamt komplett verschifft.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Von der bösen Art"

noch kein Trailer
Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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