Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneThe Stalking Dead – Mein kopfloser Ex

Liebe kann tödlich sein – und verdammt anstrengend.

Wenn die Hormone hüpfen, setzt bekanntlich häufig der gesunde Menschenverstand aus. So auch bei dem Highschool-Jüngling Robert Klingher, dessen Liebesrausch sogar tödlich für ihn endet. Als Geist macht er anschließend ziemlich viel Blödsinn.

Die Geschichte

So ein erstes Mal kann wirklich hart sein (Foto: Tiberius Film)

So ein erstes Mal kann wirklich hart sein (Foto: Tiberius Film)

Es ist die erste Liebe, der junge Robert schwebt im siebten Himmel, zelebriert jede Woche der gemeinsamen Beziehung mit einem großen Fest und fängt bereits nach kurzer Zeit damit an, seine Flamme namens Fern gewaltig zu nerven.

Die Sache gipfelt darin, dass er für sie eine Guillotine baut (warum auch immer). Just in dem Augenblick, an dem Fern mit ihm Schluss machen möchte, kommt es zu einem Unfall, in dessen Verlauf er selbst in die Guillotine fällt und sich versehentlich köpft.

Es dauert nicht lange, ehe er als Geist bei ihr erscheint und sie nicht mehr in Ruhe lässt – teilweise mit Hilfe anderer ziemlich abgefahrener Geister. Die Sache spitzt sich zu.

Filmkritik „The Stalking Dead“

Der erste sehr, sehr dicke Minuspunkt geht an den „deutschen“ Titel. Es ist geradezu aufdringlich, wie wieder einmal versucht wird, sich an die tolle Fernsehserie „The Walking Dead“ heranzuhängen. Das ist unglaublich blöd und weckt falsche Erwartungen, die garantiert wieder haufenweise Verrisse nach sich ziehen werden. Der Originaltitel „Clinger“ (deutsch: Anhänger) wäre vielleicht weniger schreiend, taktisch aber sinnvoller gewesen.

Notfalls tut's auch eine Spielzeugknarre (Foto: Tiberius Film)

Notfalls tut’s auch eine Spielzeugknarre (Foto: Tiberius Film)

Ein Meisterwerk ist dieses Billigfilmchen sicherlich nicht. Irgendwie dümpelt es zwischen Highschool-Romanze und Splatter hin und her. Viele Gags zünden nicht so richtig. Nichtsdestotrotz vermag der recht abstruse Humor in der Summe zu überzeugen.

Die etwas krude Mischung aus zwei unterschiedlichen Genres zaubert uns ein permanentes Grinsen ins Gesicht, die Splatter-Szenen kommen ziemlich kernig rüber, der Ablauf der Geschichte weist keine besonderen Schwächen auf, die billige Tricktechnik wirkt sogar eher charmant. Die jungen unverbrauchten Darsteller machen ihre Sache ebenfalls gut. Begeisterungsgebrüll sieht somit sicher anders aus, aber Potenzial ist zweifelsohne da.

Die Versionen

Trotz vieler rabiater Szenen ist der Film in der deutschen Fassung nicht gekürzt. Die Laufzeit beträgt 77 Minuten, die FSK-Freigabe ab 18 Jahren erscheint aufgrund der Masse an roter Farbe gerechtfertigt.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Kein Überflieger, aber wirklich nette Unterhaltung für zwischendurch.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Stalking Dead – Mein kopfloser Ex"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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