Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneThe Recall

Sie sind unter uns

Da sind sie wieder – diese Aliens. Und sie wollen uns holen und mit uns irgendwie Spaß haben. Ok, nicht so ganz. Denn in Wahrheit stellen Außerirdische seltsame Experimente mit Menschen an und schicken sie anschließend zurück auf die Erde. Mittendrin im ganzen Schlamassel: „Blade“-Darsteller Wesley Snipes. Ob das mal gutgeht?

Die Geschichte

"Der Jäger" (Wesley Snipes) wartet auf den richtigen Moment (Foto: Falcom Media)

„Der Jäger“ (Wesley Snipes) wartet auf den richtigen Moment (Foto: Falcom Media)

Eine Clique von jungen Leuten braucht eine Auszeit. Ein Haus im Wald, daneben noch ein See und fertig ist das Urlaubsziel. Während der Hinfahrt treffen sie an einer Tankstelle auf einen seltsamen Mann (Snipes).

In ihrer Ferienwohnung angekommen, erkunden sie die Umgebung. Wie sich herausstellt, wohnt „der Jäger“ – der Mann von der Tankstelle – unweit in einer alten Hütte. Dort finden sie eine Menge an Waffen und Militärausrüstung.

Noch wissen sie nicht, dass der Jäger vor Jahren bei der Armee in einer leitenden Position war. Seitdem er eines Tages von Aliens entführt und „behandelt“ wurde, lebt er in einer Waldhütte. Hier wartet er auf die Rückkehr der Außerirdischen. Was zunächst nach Fiktion klingt, erweist sich als Realität, denn die Gruppe macht gleich selbst mit dieser Lebensform Bekanntschaft.

Filmkritik „The Recall“

Endlich da! (Foto: Falcom Media)

Endlich da! (Foto: Falcom Media)

Die nicht neue, aber immer wieder gern gewählte Ausgangssituation lässt zunächst Gutes hoffen. Schließlich fangen etliche Horrorfilme mit einer Gruppe Jugendlicher und einer abgelegenen Hütte im Wald an, und manchmal sogar gute. Doch spätestens wenn das erste Ufo landet und eine Leucht-Qualle durchs Haus schwebt, ist es vorbei mit der Euphorie. Das ist vielleicht optisch nett, aber inhaltlich vollkommen unpassend inszeniert. Darunter leidet die Spannung massiv. Schließlich wollten wir einen (halbwegs) ernstzunehmenden Sci-Fi-Horror sehen. Den gibt es hier aber nicht zu sehen.

Denn auch im weiteren Filmverlauf kommt nicht mehr wirklich viel Zählbares. Der Jäger Snipes hat noch ein paar Hindernisse im Wald versteckt, die allerdings auch nichts Spektakuläres zu bieten haben. Selbst das gefangene Alien hat keinen so rechten Biss und davor fürchten können wir uns auch nicht.

Gut, dass es hier wenigstens eine Tanke gibt (Foto: Falcom Media)

Gut, dass es hier wenigstens eine Tanke gibt (Foto: Falcom Media)

Und so plätschert die Geschichte vor sich hin. Weder Fans von Science Fiction, noch Survival-Horror-Feunde kommen hier auf ihre Kosten. Einzig die inneren Raumschiffaufnahmen machen ein bisschen was her. Ansonsten bleiben kaum irgendwelche Szenen in längerer Erinnerung. Damit verschwindet nicht nur der Film, sondern auch der einstige Action-Held Wesley „Blade“ Snipes wieder in der Versenkung. Es ist wirklich tragisch, mit welch miesen Filmen der einstige Recke sich heute herumärgern muss.

Die Versionen

Der Film „The Recall“ wurde von der FSK ab 16 Jahren freigegeben und läuft auf Blu-ray ungekürzte 90 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Ödes und bedeutungsloses Sci-Fi-Filmchen – für einen Comeback zu wenig, Mister Snipes.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Recall"

noch kein Trailer
Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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