Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneThe Cabin in the Woods

Beste Zutaten möchte man meinen: fünf Studenten, eine Waldhütte, verrückte Wissenschaftler und Zombies.

Endlich mal dem stressigen Studentenalltag entfliehen und ab in die handyfreie Zone. Was eignet sich da besser als eine abgelegene Waldhütte? Das Gespann Whedon-Doddard, das schon für „Buffy – Im Bann der Dämonen“, „Lost“ und „Cloverfield“ verantwortlich war, serviert eine wilde Splatter-Grusel-Comedy-Mixtur. Doch nicht nur die Hütte hat einen doppelten Boden.

Die Geschichte

Im Keller gibt es was zu sehen ... (Foto: Universum Film)

Im Keller gibt es was zu sehen … (Foto: Universum Film)

Fünf Studis machen sich mit ihrem klapprigen Van auf den Weg, um ein paar Tage mal nicht für die Uni zu büffeln. An Bord sind das Pärchen Jules und Curt, Studienkollege Holden, der ständig zugedröhnte Marty und die schüchterne Dana. Ihr Weg führt sie vorbei an einem seltsamen Tankwart, der sie vor dem Jüngsten Gericht und Gottes Rache warnt.

Die Hütte sieht von außen kleiner aus, als sie in Wirklichkeit ist. Doch das fällt den Kurzurlaubern im ersten Moment nicht auf. Abends sitzen sie am Kamin und spielen eine Runde „Pflicht oder Wahrheit“. Als plötzlich die Bodenluke zum Keller aufspringt, machen sich die anderen eine Spaß daraus, Dana als erste in die dunkle Etage vorzuschicken. Dort findet sie eine Menge antiken Krams. Vor allem ein Tagebuch weckt ihre Neugier. Sie liest einige Zeilen daraus vor – auch einen in Latein verfassten Passus.

Gut gelaunt - die beiden Herren aus dem Kontrollraum mit Wissenschaftlerin Lin (Foto: Universum Film)

Gut gelaunt – die beiden Herren aus dem Kontrollraum mit Wissenschaftlerin Lin (Foto: Universum Film)

Szenenwechsel. In einem weißem Kontrollraum sitzen zwei ältere Herren vor ihren Monitoren. Mit einer riesigen Instrumententafel können sie auf verschiedene Dinge Einfluss nehmen, die im Haus der Studenten passieren. Dazu gehört auch die Aktivierung von Redneck-Zombies, die draußen im Wald vergraben liegen. Auslöser in diesem Fall war Dana. Nun spulen die Wissenschaftler ihr Programm ab. Es scheint alles nach Plan zu laufen. Jules, Curt und Holden werden erfolgreich hingemetzelt. Soweit so gut, doch dann spinnt die Technik.

Filmkritik „The Cabin in the Woods“

Es ist wenig durchgesickert. Schließlich wurde der Film „The Cabin in the Woods“ bereits 2009 produziert. Die Story hält anfangs so einige Überraschungen bereit. Auch an dieser Stelle wollen wir nicht mehr verraten, als nötig. Fakt ist, dass Regisseur Joss Whedon uns ganz ordentlich auf die Schippe nimmt. Fängt der Film noch richtig schön klischee-gruselig an, wird er ständig von möchtegern-witzigen Kontrollraum-Szenen unterbrochen. Am Anfang macht es auch Spaß, mitzulachen.

Zombie - Schrank - Dana (Foto: Universum Film)

Zombie – Schrank – Dana (Foto: Universum Film)

Nach der Hälfte des Films, gerät aber nicht nur die Story aus den Fugen. Auch der Spaßfaktor geht geht immer mehr verloren. Alles wirkt irgendwie erzwungen. Und dann kommen auch noch einige schlecht aussehende CGI-Effekte in die Quere. Stichwort: Riesenkobra. Vertane Zeit, denn dass so etwas gar nicht nötig ist, beweisen die soliden Make-ups der Zombies, Monster und Mutanten. Und nicht zu vergessen das literweise rangekarrte Filmblut – perfekte Zutaten fürs Splatter-Genre.

Besiegelt wird die inhaltliche Talfahrt leider durch den Cameo-Auftritt von Sigourney Weaver. Ihre Rolle trübt eher das sowieso schon schwache Ende, als dass sie noch einmal für den richtigen Kick sorgt. Ein bisschen Schade, wie wir finden. Alles in allem ist „The Cabin in the Woods“ ein unterhaltsamer Film, der seinem hochgelobten Anspruch aber nicht gerecht wird.

Die Versionen

Er kam im April 2012 in den USA heraus. Am 06. September 2012 erscheint „The Cabin in the Woods“ nun auch in Deutschland. Mit einer Laufzeit von ungeschnittenen 95 Minuten, wurde er erstaunlicher Weise ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Stark angefangen und stark nachgelassen. Wirrer Gruselfilm mit hohem Splattergehalt.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Cabin in the Woods"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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4 Antworten zu “The Cabin in the Woods”

  1. slow sagt:

    Inwiefern gerät die Story aus den Fugen, warum ist das Ende schwach, wieso sind die Kontrillraumszenen nur möchtegern-witzig …? Behauptungen ohne Belege sind in Kritiken besonders unerquicklich und führen nicht zu erhöhter Glaubwürdigkeit.

  2. Ash Williams sagt:

    Hallo Slow,
    wir wollen absichtlich von der Story nicht zu viel verraten. Vor allem nicht die Schlusspointe. Deshalb können wir den von dir gewünschten Beleg in der Tat hier nicht liefern. Unser Eindruck war, dass in der zweiten Filmhälfte sehr viel durcheinander läuft. Die Ereignisse überschlagen sich und es wirkt künstlich. Schau Dir den Film doch einfach ab dem 06.09. im Kino an.
    Viele Grüße
    Ash

  3. mtodar sagt:

    Also ich seh das komplet anders. Der Film startet sehr lahm und entfaltet ca. ab dem 2/3 sein volles Potential. Einzigartige Story und nach meinem Liebelingsfilm, „In the Mouth of Madness“, der btw. auch mal gereviewt werden sollte, ein Meilenstein im Genre.

  4. Mokow sagt:

    Ich habe den Film gestern in der Sneak Preview gesehen und muss sagen, dass er sehr gelungen ist. Anfangs denkt man sich, dass es wieder ein üblicher Horrofilm ist, wo Teenager in eine verlassene Gegend geraten. Doch nach einiger Zeit versteht man den Sinn des ganzen und dann wird der Film erst richtig unterhaltsam. Ich habe ihn persönlich genossen, es ist ein Genre für sich. Horror mit einer Portion Humor dabei. Auf jeden Fall zu emfehlen. Bewertungen aus den USA belegen das. Metacrtitic vergab 7.7/10 und Rotten Tomatoes 90% aus 192 Bewertungen, was erstaunlich gut ist.

    Unbedingt am 06. September reingehen!

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