Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneThe Autopsy of Jane Doe

Eine Leiche kommt frisch herein, und mit ihr eine Menge Probleme.

Brian Cox und Emile Hirsch haben Leichen im Keller. Eine davon sorgt für gewaltigen Ärger und eine Menge Spannung. Das gefällt uns.

Die Geschichte

Schauen genau hin: Vater und Sohn mit Jane Doe (Foto: Universum Film)

Schauen genau hin: Vater und Sohn mit Jane Doe (Foto: Universum Film)

Tommy (Brian Cox) und sein Sohn Austin (Emile Hirsch) betreiben im Keller ihres Hauses eine Pathologie. Kurz vor Feierabend erhalten sie den Auftrag, die Todesursache einer jungen unbekannten Frau zu ermitteln.

Weibliche Opfer, deren Identität nicht bekannt ist, werden als Jane Doe bezeichnet – daher der Name des Films. Vater und Sohn machen sich ans Werk. Dass sich die Leiche der hübschen Frau entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse in einem tadellosen Zustand befindet, ist dabei noch das kleinste Problem. Je weiter die Autopsie voranschreitet, desto merkwürdiger und unheimlicher werden die Ereignisse. Für die Pathologen beginnt die schlimmste Nachtschicht ihres Lebens.

Filmkritik „The Autopsy of Jane Doe“

Sieht nichts und sagt nichts: Noch verhält sich die Leiche unauffällig (Foto: Universum Film)

Sieht nichts und sagt nichts: Noch verhält sich die Leiche unauffällig (Foto: Universum Film)

Beim neuen Werk von „Trollhunter“-Regisseur André Øvredal ist der Titel Programm. Die gesamte Handlung entspinnt sich rund um die Autopsie der unbekannten Toten, verkörpert von der makellosen Olwen Kelly. Je tiefer Cox und Hirsch als äußerst sympathisches Vater-Sohn-Gespann in den Körper vordringen, desto mysteriöser und wendungsreicher wird der Streifen. Das ist ein toller und erfrischender Kniff, der die Spannung enorm steigert und uns an den Bildschirm fesselt.

Zuschauer mit schwachem Magen seien an dieser Stelle gewarnt: Der Regisseur zeigt die Sezier-Szenen drastisch detailliert. Der Rest der schaurigen Geschichte kommt hingegen eher geheimnisvoll daher und ist nach den Regeln klassischer Horrorfilme inszeniert. Inklusive flackernder Lichter, einem Radio mit Eigenleben, unheimlicher Schatten und Geräusche sowie langsam schlurfender Leichen.

Verzweifelt an seinem Handwerk: Brian Cox als Pathologe Tommy (Foto: Universum Film)

Verzweifelt an seinem Handwerk: Brian Cox als Pathologe Tommy (Foto: Universum Film)

Øvredal spielt gekonnt auf der Klaviatur des Schreckens und vermischt dabei verschiedene Gattungen des Genres, von Körper- und Okkulthorror bis Zombiefilm. Lediglich zum Ende hin lässt die Spannung etwas nach. Zwar überzeugt der Schluss dann wieder, an der Höchstwertung streift die Autopsie der schönen Unbekannten damit aber leider knapp vorbei.

Die Versionen

Die FSK hat den Film ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben. Das geht gerade so in Ordnung. Die bei der Autopsie offenbarten Einblicke in die menschliche Anatomie sind nichts für Zartbesaitete.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Überzeugend gemachter und gruseliger Leichenhallenschocker mit tollen Hauptdarstellern.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "The Autopsy of Jane Doe"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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