Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneSpring – Love is a Monster

Ein Amerikaner in Italien

Wo die Liebe hinfällt … Für einen jungen Amerikaner endet die Liebschaft mit einer schönen Italienerin ganz anders, als er es sich in seinen kühnsten Träumen hätte vorstellen können.

Die Geschichte

Der Horror in jeder WG: Die Mitbewohnerin hat sich mal wieder verwandelt (Foto: Koch Media)

Der Horror in jeder WG: Die Mitbewohnerin hat sich mal wieder verwandelt (Foto: Koch Media)

Evan (Lou Taylor Pucci) hat in den USA alles verloren, also begibt er sich kurzentschlossen samt Rucksack nach Italien. In einem malerischen Dorf am Mittelmeer arbeitet er bei einem Bauern und trifft auf die geheimnisvolle und wunderschöne Louise (Nadia Hilker). Doch diese trägt ein schreckliches Geheimnis in sich, das die Romanze der beiden auf eine harte Probe stellt.

Kritik „Spring – Love is a Monster“

„Spring – Love is a Monster“ ist kein reinrassiger Horrorfilm. Vielmehr handelt es sich beim Werk der beiden Regisseure Justin Benson und Aaron Moorhead, die auch für viele andere Bereiche des Films verantwortlich zeichnen, um ein waschechtes (Liebes-)Drama mit einigen wohldosierten Einschüben extremen Bodyhorrors. Der Film entfaltet dabei eine ganz eigene Sogwirkung, der wir uns nur schwer entziehen können.

Gefährliche Liebschaften: Louise kommt bei Evan monstermäßig gut an (Foto: Koch Media)

Gefährliche Liebschaften: Louise kommt bei Evan monstermäßig gut an (Foto: Koch Media)

Vor der Postkartenidylle Italiens erspinnen die Regisseure eine Story, die das Kunststück vollbringt, neben einer Romanze auch den Clash zweier Kulturen, eine Monstergeschichte mit eigener Mythologie und das außergewöhnliche Drama einer schönen Frau zu erzählen. Das Ende nimmt gar apokalyptische Ausmaße an.

Überzeugt haben uns Benson und Moorhead mit ihrer stilsicheren Inszenierung. Hier wechseln sich Bilder der malerischen Mittelmeerküste Italiens mit schleimigen Körper-Transformationen ab, die nebenbei bemerkt exzellent getrickst sind. Verweise auf Cronenberg sparen wir uns an dieser Stelle.

„Mein Schatzzz!“ Moment ... falscher Film (Foto: Koch Media)

„Mein Schatzzz!“ Moment … falscher Film (Foto: Koch Media)

Begeistert sind wir auch von den beiden Hauptdarstellern, die ihre Charaktere absolut glaubhaft verkörpern. Besonders die deutsche Schauspielerin Nadia Hilker liefert eine grandiose Leistung ab, die ihr hoffentlich viel Aufsehen verschaffen wird.

Die Versionen

Die FSK hat „Spring – Love is a Monster“ ungeschnitten ab 16 Jahren freigegeben, was in Anbetracht so manch körperlicher Verwandlung absolut gerechtfertigt ist. Ansonsten belässt es der Film bei subtiler Spannung und Andeutungen.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Faszinierender Genre-Mix, bei dem sich Urlaubsidylle, Romanze, Grusel und schleimige Schocks die Klinke in die Hand geben.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Spring – Love is a Monster"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
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