Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneParanormal Activity 4

Bei diesem Film schlafen nicht nur die Geister ein.

Im vergangenen Jahr erschien der vierte Teil des Spukgeschichten-Franchise im Kino. Er kommt vom Regie-Duo Joost & Schulman, das bereits für den dritten Teil verantwortlich war. Die nun erhältliche DVD/Blu-ray wartet mit der Kinoversion und einer 10 Minuten längeren Schnittfassung auf Abnehmer.

Die Geschichte

Hat der Bengel sein Bett schon wieder nicht aufgeräumt? Na toll. (Foto: Paramount Pictures)

Hat der Bengel sein Bett schon wieder nicht aufgeräumt? Na toll. (Foto: Paramount Pictures)

Der 15-jährigen Alex (Kathryn Newton) fällt der kleine Junge aus der Nachbarschaft schon am ersten Tag auf. Robbie (Brady Allen) benimmt sich eigenartig still – ja schon fast emotionslos. Um den neuen Nachbarn einen Gefallen zu tun, nimmt Alex‘ Mutter den Jungen auf. Schließlich muss Robbies Mutter nur für ein paar Tage ins Krankenhaus. Alex‘ jüngerer Bruder Wyatt (Aiden Lovekamp) findet das Ganze super, denn jetzt hat er einen Spielkameraden. Aber eigentlich sind es zwei. Robbie bringt noch seinen imaginären Freund mit.

Der Spuk beginnt. Seitdem Robbie im Haus ist, passieren seltsame Dinge. Alex fällt das zuerst auf. Da bewegen sich hier und da ein paar Möbel, und auch der Kronleuchter beginnt zu pendeln. Alex und ihr Freund Ben (Matt Shively) gehen der Sache nach. Sie programmieren die sich im Haus befindenden Computer und Notebooks so, dass die alles filmen. Auch die im Wohnzimmer aufgestellte Spielkonsole mit Kinect-Kamera wird prompt zur Überwachungskamera umfunktioniert.

Die Videoaufzeichnungen bringen Licht ins Dunkel. Doch das ist nicht alles. Zum Glück.

Filmkritik „Paranormal Activity 4“

Robbie der Türsteher (Foto: Paramount Pictures)

Robbie der Türsteher (Foto: Paramount Pictures)

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Daher machen es sich Joost & Schulman einfach und beginnen mit dem Ende des 2. Teils. Dass uns „Paranormal Activity 2“ gut gefallen hat, kann man hier nachlesen. Für die heutige Filmkritik schauten wir uns gleich die längere Version an, um jede Szene ungefiltert genießen zu können. Doch eine Wohltat war es nicht unbedingt.

Hatten Teil 1 und 2 noch einen besonderen Stil, so gleicht Teil 4 einer Realityshow. Gefilmt wird mit Webcams und Smartphones. Die Bilder sind hochauflösend und wenig verwackelt. Und wie soll es anders sein, kennt der amerikanische Durchschnittsbürger nur eine Technikmarke – die mit dem angebissenen Apfel. Product Placement par excellence.

Auch sonst bringt der Film nichts Neues. Mütter, die in der Küche Essen zubereiten. Väter, die staunen, was ihre Kinder mit einem Computer alles so machen können. Und Teenager ohne richtiges Hobby. Die paar unvorhersehbaren Vorfälle reißen weder Protagonisten noch Zuschauer vom Hocker.

Vorm Null-Sterne-Tod rettet sich der Film grade mal mit dem Ende und dem Mini-Finale. Dabei ist klar, dass es bald eine weitere Fortsetzung geben wird. Wir freuen uns schon auf November 2013. Na ja, eigentlich nicht mehr so ganz.

Die Versionen

Die Extended Version läuft circa 10 Minuten länger als die schon bekannte Kinofassung. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Einfallslose Pseudo-Reality-Droge. Als Gegenmittel empfehlen wir zwei Mal täglich „30 Nights of Paranormal Activity with the Devil inside“.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Paranormal Activity 4"

Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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