Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneNothing left to fear

Eine Pastorenfamilie, ein Fluch, ziemlich unerfreuliche Ereignisse

Nach Rob Zombie ist Gitarrengott Slash der nächste Musiker, der ins Horrorfilm-Geschäft einsteigt. Und das passiert auch gar nicht mal so holperig.

Die Geschichte

Ein Pfefferminz könnte helfen (Foto: WVG Medien)

Ein Pfefferminz könnte helfen (Foto: WVG Medien)

Pastor Dan zieht mitsamt seiner Familie in ein verschlafenes Nest, um fortan dort vor sich hin zu missionieren. Sie werden von den Bewohnern sofort freundlich empfangen. Alle machen es der Familie leicht, in dieser Stadt anzukommen.

Doch schon bald zeigt sich, dass sich hinter der vordergründigen Freundlichkeit der Bewohner etwas Dunkles verbirgt. Leider merken sie es zu spät, und ein fürchterlicher Fluch bricht über das harmonische Leben des Pastors nebst Frau und Töchtern herein.

Filmkritik „Nothing left to fear“

Gitarrengott Slash von der legendären Band Guns ’n’ Roses als Produzent? Das klingt schon mal sehr verlockend. Der Knabe hat auch die Musik zu dem Film geschrieben. Okay, nehmen wir das gleich vorweg: Vergessen wir die Filmmusik und legen stattdessen lieber die gute alte „Use Your Illusion“-CD ein. Auch ist der Name „Slash“ auf dem Cover zwar schön zu lesen, aber er selbst geht in dem Wust an Co-Produzenten und ausführenden Produzenten fast unter. Konsterniert starren wir auf den Vorspann, als wir feststellen müssen, dass dieser Film bald mehr Produzenten als Schauspieler hat. So viel also zur Vermarktung zugkräftiger Namen.

"Mami, ein Penner hat uns an die Tür gekotzt!" (Foto: WVG Medien)

„Mami, ein Penner hat uns an die Tür gekotzt!“ (Foto: WVG Medien)

Kommen wir zum Film: Die Geschichte entwickelt sich langsam und baut nach und nach Spannung auf. Nach anfänglichem Geplänkel verdichtet sich die Story und wird immer düsterer und spannender. Das nehmen wir wohlwollend zur Kenntnis und bescheinigen den Machern ein gutes Händchen für wirklich gekonnte Horrorfilm-Dramaturgie.

Der Film ist dabei nicht übermäßig brutal, die auf dem Cover aufgebrachte Freigabe ab 18 Jahren ist mal wieder nur den beigefügten Trailern zu verdanken. Wofür wir dem Vertrieb mal wieder einen saftigen Minuspunkt ins Zeugnis schreiben.

Was ziemlich weh tut, ist der ganz und gar nicht überzeugende Schluss, der einiges von der sorgfältig aufgebauten Stimmung und Spannung wieder zerstört. Damit hat sich der Streifen effektiv von einer der besseren Bewertungen weg katapultiert und dümpelt nunmehr im Mittelfeld herum.

Eine Kaufempfehlung können wir für den Film daher nicht wirklich aussprechen. Aber als Lückenfüller aus der Videothek für 2 Euro für einen umfangreichen Videoabend ist er durchaus zu gebrauchen.

Die Versionen

Lasst euch nicht vom Cover täuschen. Der eigentliche Film ist ab 16 Jahren freigegeben und nicht gekürzt. Die Laufzeit beträgt 97 Minuten.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Solide Horrorproduktion mit deutlichen Schwächen am Schluss.

Bewertung: 3/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Nothing left to fear"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
Mehr von Angus Sc.  

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Weitere Filmkritiken im Genre Horrorthriller

Mehr zeigen