Filmkritik Bewertung: 2/5 SterneJune

Böses, böses Mädchen – mal wieder.

Kennen wir eigentlich schon alles: Familie adoptiert Mädchen, doch die Kleine ist ein wenig anders als die anderen Kinder. Und schon geht der übersinnliche Budenzauber los.

Die Geschichte

Na toll, ein Eis (Foto: Ascot Elite)

Na toll, ein Eis (Foto: Ascot Elite)

Nachdem Familie Anderson die kleine June adoptiert hat, nimmt sie das sichtbar verwirrte Mädchen liebevoll auf. Den Hinweis, dass sie sich mit einer imaginären Freundin namens Aer unterhält, ignorieren die neuen Eltern geflissentlich. Das hätten sie besser nicht getan, denn Aer ist durchaus real und stellt das Familienleben fortan gewaltig auf den Kopf. In June lauert damit nämlich das ultimativ Böse.

Filmkritik „June“

Yo … hatten wir, kennen wir, brauchen wir nicht mehr. Vor allen Dingen in dieser Form.

Ein kleines Highlight: Cameoauftritt von Ted (Foto: Ascot Elite)

Ein kleines Highlight: Cameoauftritt von Ted (Foto: Ascot Elite)

Da ist es wieder, dieses kleine Kind, das von irgendwoher irgendetwas ziemlich Gruseliges (im Idealfall) mit in die neue Familie bringt und deren Familienleben gründlich aus dem Ruder wirft. Die Idee, einer total lieben Familie dieses Gruselding aufs Auge zu drücken, ist ja noch ganz nett. Es gibt eine ganze Reihe von Horrorfilmen, in denen das tatsächlich funktioniert. Das Problem bei diesem Film ist aber: Die Ereignisse danach hauen uns einfach nicht vom Hocker. Der Film glänzt durchaus mit einigen starken Szenen. Allerdings können die nicht die gepflegte Langeweile, die diese wenigen Highlights umgibt, relativieren.

Die Schilderungen der Ereignisse verlaufen nämlich … sagen wir mal … sehr gediegen. Wir haben zunächst eine Assi-Familie, die das fragliche Mädchen aufgenommen hat. Danach kommt es auf Betreiben eines Jugendamt-Mitarbeiters in die besagte Vorzeige-Familie. Wobei sich zeigt, dass dieser hochoffizielle Herr mit seltsamen Geheimbünden kooperiert. Das wäre wiederum ein hochinteressanter Ansatz gewesen. Leider ist auch dieser Handlungsstrang nur allzu oberflächlich abgearbeitet und damit viel Potenzial vergurkt.

Auch die Rolle der Pflegemutter hätte besser ausgearbeitet werden können, das hätte der Geschichte mehr Substanz verliehen. War aber nicht der Fall. So bleibt uns nur die Erkenntnis, dass wir einen Film mit sehr vielen Möglichkeiten vorgesetzt bekommen haben, von denen aber keine genutzt wird. Es bleibt pure Langeweile.

Die Versionen

In diesem Film passiert rein gar nichts – also auch nichts, was in irgendeiner Form aus Jugendschutzgründen kürzenswert wäre. Von einem Extended-Cut bleiben wir hoffentlich verschont. Somit bleiben uns die 84 Minuten Laufzeit vollständig erhalten. An der Freigabe ab 16 Jahren gibt es nichts zu rütteln.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Sollte wohl ein guter Horrorfilm werden, fällt aber in dieser Form unter das Betäubungsmittelgesetz.

Bewertung: 2/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "June"

Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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