Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneInsidious

In Insidious lässt Regisseur James Wan („Saw“) diesmal die Geister tanzen und verzichtet dafür auf übermäßige Gewaltorgien.

Die Story ist bekannt: Familie zieht in ein Haus, dort spukt es, Familie zieht wieder aus. Aber dann: Auch der Spuk packt seine Koffer und zieht hinterher. Das ist der Beginn für ein übersinnliches Katz-und-Maus-Spiel.

Die Geschichte

Eine Spinne? Nö. Ein Schrei aus dem Babyfon (Foto: Central Film)

Eine Spinne? Nö. Ein Schrei aus dem Babyfon (Foto: Central Film)

Es beginnt völlig harmlos. Die junge Familie Lambert zieht in ein Haus, und alles scheint in bester Ordnung zu sein. Eines Abends zieht sich Dalton, der Spross der Familie, beim Spielen eine Kopfverletzung zu. Für alle ein großer Schreck, aber es bleibt lediglich eine harmlose Beule. Oder?

Am nächsten Morgen wacht Dalton nicht mehr auf – er liegt in einem Koma, für das auch die Ärzte keine Erklärung haben.

Auch Monate später, als Dalton weiterhin komatös wieder im Kreise seiner Familie dahinsiecht, ist keine Besserung in Sicht. Eher im Gegenteil: Unerklärliche Spukphänomene, plötzlich auftauchende Phantomgestalten und andere seltsame Vorkommnisse versetzen die Familienmitglieder in Angst und Schrecken. Schließlich wird es zu viel und die Umzugskisten werden erneut gepackt.

Just im neuen Haus eingezogen, geht der ganze Budenzauber weiter. Die Familie ist ratlos. Schließlich ist es eine nahe Verwandte, die einen Trupp Geisterjäger mit Medium im Gefolge empfiehlt. Die erkennen, was wirklich hinter dem Horror steckt. Nun beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um Dalton zu retten und um dem Spuk ein Ende zu setzen.

Filmkritik „Insidious“

Specs und Elise sind aufmerksame Geisterjäger (Foto: Central Film)

Specs und Elise sind aufmerksame Geisterjäger (Foto: Central Film)

Um ganz ehrlich zu sein: Zunächst war uns gar nicht klar, was von diesem Film zu halten ist. Die Story ist aus Dutzenden anderer Filme bekannt. Geisterjäger sind übermäßig grotesk gezeichnet, und die Phantome wirken teilweise wie Relikte aus der Augsburger Puppenkiste.

Auf der anderen Seite bietet der Streifen einen sorgfältigen Spannungsaufbau, eine passende Atmosphäre und gut inszenierte Schockmomente. Dabei wird weitgehend auf Gewalteinlagen verzichtet. Es ist wahrscheinlich der Schlussszene zu verdanken, dass die FSK den Film nicht sogar ab 12 Jahren durchgewunken hat.

Also: Ist es eine Horrorkomödie? Eigentlich nicht. Die Geisterjäger sind zwar irgendwie die Witzfiguren des Films und sorgen auch für ein wenig Schmunzeln, aber dafür reicht es nicht.

Renai (re.) hat manchmal diesen irren Blick (Foto: Central Film)

Renai (re.) hat manchmal diesen irren Blick (Foto: Central Film)

Soll es ein Geisterschocker sein? Auch da wird es schwierig, denn das Geisterle-Kasperle-Theater lässt so manchen Schockeffekt zum Rohrkrepierer werden.

Wir müssen bis kurz vor Schluss warten, ehe der Streifen nochmals seine eiskalten Klauen in unsere Richtung ausstreckt und für ein bitterböses Ende sorgt. Und damit blicken wir gnädig über die unbestreitbaren Schwächen hinweg.

Das Budget für diesen Film lag übrigens bei gerade mal 1,5 Millionen Dollar. Eine Summe, bei der sich Filmproduzenten in Hollywood bereits Gedanken machen, ob es dafür schon Scheine gibt oder ob man Münzgeld braucht. Unter dieser Prämisse hat James Wan erneut eine sehr solide Arbeit abgeliefert und lässt auf den nächsten Streich hoffen.

Die Versionen

Die Kinoversion ist auf DVD erhältlich. Die Laufzeit beträgt 102 Minuten. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Unterhaltsame Geisterjagd mit unübersehbaren Stärken und Schwächen.

Bewertung: 3/5 Sterne
Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.
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