Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneEvils – Haus der toten Kinder

Schlecht schauspielernde Kinder spielen in schlechtem Film. Gruselig.

Denk doch einer an die Kinder! In diesem Werk muss mal wieder der Nachwuchs für Grusel sorgen –  leider wenig erfolgreich. Daran ändert auch Genre-Legende Lance Henriksen nichts.

Die Geschichte

Etwas blass um die Nase: Eines der Grusel-Kinder (Foto: Tiberius Film)

Etwas blass um die Nase: Eines der Grusel-Kinder (Foto: Tiberius Film)

Nachdem seine Mutter gestorben ist, zieht Familienvater James Thomas (Jason Cook) zusammen mit Frau Jennifer (Valerie Azlynn) und Sohn Danny (William Pifer) in das Haus seiner Kindheit im ruhigen Örtchen Cedar Rock Falls.

Es dauert nicht lang, da entdeckt Danny den versteckten Keller des Hauses. Er berichtet von anderen Kindern, mit denen er sich angeblich angefreundet hat. Seine Eltern glauben, dass Danny sich das alles nur einbildet.

Doch bald zweifeln sie daran. Ihnen fällt auf, dass es im gesamten Ort offenbar keinen Nachwuchs gibt. Und Dannys neue „Freunde“ werden zunehmend bedrohlich. Lediglich Pater O’Malley (Lance Henriksen) scheint mehr über die Geheimnisse von Cedar Rock Falls zu wissen.

Filmkritik „Evils – Haus der toten Kinder“

Hat Leichen im Keller: James (Foto: Tiberius Film)

Hat Leichen im Keller: James (Foto: Tiberius Film)

Kinder machen Sachen. Vor allem in Horrorfilmen ist es ja nichts neues, dass sie als Bösewichte eingesetzt werden. „Das Omen“ oder „Friedhof der Kuscheltiere“ sind da nur zwei berühmte Beispiele. Vermutlich kratzt es an Urängsten oder ist ganz besonders beunruhigend, wenn etwas, das eigentlich unschuldig und lieb sein sollte, plötzlich bedrohlich wird.

„Evils“ – nicht zu verwechseln mit Elvis – kann daraus aber kein Kapital schlagen. Das liegt vor allem daran, dass fast keiner der Kinder-Darsteller wirklich talentiert ist. Gerade die beiden Junior-Hauptakteure haben bei uns anstatt für Gänsehaut eher für unfreiwillige Lacher gesorgt. Auch die erwachsenen Darsteller Valerie Azlynn und Jason Cook werden es wohl nicht mehr in den Schauspiel-Olymp schaffen. Wenigstens Lance Henriksen spielt gewohnt gut, kommt in der Handlung aber zu kurz, um wirklich was rauszureißen.

Die Geschichte an sich ist dagegen gar nicht schlecht. Regisseur Dean Jones hat sie aber visuell derart amateurhaft in Szene gesetzt, dass so etwas wie Atmosphäre oder Spannung gar nicht erst aufkommen will. Der Streifen sieht billiger aus als ein 90er-Jahre-Fernsehfilm.

Guckt wie ein Auto: Jennifer (Foto: Tiberius Film)

Guckt wie ein Auto: Jennifer (Foto: Tiberius Film)

Übrigens ist das Werk schon vier Jahre alt und trägt im Original den Titel „Dark Awakening“ – das klingt auch irgendwie nach Mottenkiste.

Wenigstens bei den Effekten und beim Make-up überzeugt der Film. Hier zeigt sich, dass Jones hauptberuflich eigentlich ein erfolgreicher Maskenbildner ist.

Noch ein Tipp: Wer „Evils“ wirklich bis zum Ende durchsteht, sollte beim Abspann abschalten. Denn danach gibt es noch einen richtig blöden Twist, der das eigentlich ganz gelungene Ende zunichte macht.

Die Versionen

Die bösen Kinder dürften ihren eigenen Film nicht sehen, denn die FSK hat ihn ab 16 Jahre freigegeben. Aufgrund einiger durchaus blutiger Effekte und gelungener Masken passt das so.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Schlecht gespielt und schlecht gemacht, Kinder-Horror von der billigen Sorte.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Evils – Haus der toten Kinder"

Über den Autor Rick Deckard

Sein Pseudonym kommt aus seinem Lieblingsfilm „Blade Runner“ von Ridley Scott. Der ist auch schon seit seiner Jugendzeit sein unangefochtener Lieblingsregisseur, gefolgt von Namen wie David Lynch, Terry Gilliam oder den Coen-Brüdern.
Mehr von Rick Deckard  

Weitere Filmkritiken im Genre Horrorthriller

Mehr zeigen