Filmkritik Bewertung: 1/5 SterneDetention – Der Tod sitzt in der letzten Reihe

Detention ist das englische Wort für „Nachsitzen“ – und dazu sollte man auch die Macher dieses lahmen Schul-Slashers verdonnern.

Während die gesamte Schulbelegschaft zum Auswärtsspiel der Football-Mannschaft fährt, hat Direktor Hoskins (David Carradine) sieben Teenager zum Nachsitzen verknackt. Da erwacht ein Geist und huscht durch die Gänge. Huibuh – da gruselt’s uns gewaltig.

Die Geschichte

Es ist wieder einmal der übliche amerikanische Schülerquerschnitt, der sich da versammelt hat: die reiche Göre mit großen Brüsten, die arme aber glückliche Sportskanone mit hohem Testosteronpegel, die introvertierte Gruft-Liesel mit dunklen Augenringen, der sympathische Schwächling, der über sich hinauswachsen darf, seine Angebetete, ein ziemlich schräger Vogel mit Psycho-Knacks und der kiffende Spinner mit Kung-Fu-Fimmel. Der kernige Coach L soll auf die Rasselbande aufpassen, und die rätselhafte Miss Cipher (Produzentin Alexa Jago) ist auch im Schulhaus unterwegs, um sich mit ihrem neuen Arbeitsplatz vertraut zu machen.

Draußen tobt das Unwetter, drinnen erwacht der Geist des Schülers Gabriel zum Leben. Der starb vor 30 Jahren, als ihn ein eifersüchtiger Mitschüler in den Schulofen gesperrt hatte. Kurz darauf hatte der Blitz ins Schulhaus eingeschlagen und Gabriel in Brand gesetzt. Jetzt ist er wieder da und will … ja, was will er eigentlich? Wir wollen es gar nicht wissen und wünschen uns nur noch den Abspann dieses billig heruntergekurbelten Langweilers.

Filmkritik „Detention – Der Tod sitzt in der letzten Reihe“

Es mag ja sein, dass der Tod in der letzten Reihe Platz genommen hat. Ganz vorne sitzt allerdings die Ödnis. Der Thriller ist ohne Budget und Gefühl heruntergekurbelt. Die Darsteller gehören allesamt zum Nachsitzen in die Schauspielschule, und die Computertricks rangieren irgendwo zwischen Amiga 500 und Gameboy.

Noch ärgerlicher ist allerdings, dass in diesem Slasher einfach nichts passiert. Kommt die Vorgeschichte mit Gabriels Tod noch ganz ordentlich rüber, ist im Jetzt die Luft völlig raus. Die uninteressanten Figuren rennen blöd durch die Gänge der Schule, Regisseur James Hickox fummelt an der Kamera, und dazwischen huscht das Schlossgespenst immer wieder hindurch. Doch anstatt nach vorne an die Tafel zu kommen, bleibt der Tod einfach in der letzten Reihe sitzen. Stattdessen setzt es unterirdische Endlosdialoge, bis die Kreide bröselt.

Für den sichtlich lustlos spielenden David Carradine ist es blöd gelaufen, dass dieses Ärgernis einer seiner letzten Filme ist. Sein allerletzter – wie das DVD-Cover behauptet – ist es aber nicht. Bevor er starb, drehte er in Bangkok noch „Stretch“. Regisseur Charles de Meaux ließ seine Rolle im Film, änderte aber nach seinem Tod das Drehbuch.

Die Versionen

Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben. Blutige Sterbeszenen gibt es eh kaum.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Lieber dreimal nachsitzen als einmal diesen Mist schauen.

Bewertung: 1/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Detention – Der Tod sitzt in der letzten Reihe"

Über den Autor Martin Riggs

Sein Pseudonym hat er von Martin Riggs aus "Lethal Weapon" entliehen, einer seiner liebsten Filmfiguren. In seiner Freizeit widmet er sich leidenschaftlich gern dem Thema Kino, unter anderem allem, was ihm eine Gänsehaut oder ein Lachen beschert.
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