Filmkritik Bewertung: 5/5 SterneDer Fluch des Dämonen

Hübsche Abwechslung: Wir stellen einen fast 60 Jahre alten Klassiker vor.

Es ist wieder soweit: Anolis Entertainment bringt seine dritte Horrorfilm-Box mit zehn Klassikern heraus, die sich „Die Rache der Galerie des Grauens nennt“. Highlight ist diesmal der fast in Vergessenheit geratene Klassiker „Der Fluch des Dämonen“.

Die Geschichte

Seht euch diese Schwarz-Weiß-Bilder an! Der Film ist wirklich exzellent fotografiert (Foto: Anolis Entertainment)

Seht euch diese Schwarz-Weiß-Bilder an! Der Film ist wirklich exzellent fotografiert (Foto: Anolis Entertainment)

Der amerikanischer Psychologe John Holden trifft in England ein, um einen Hexenkult zu untersuchen. Dort trifft er auf eine junge Frau, deren Onkel an dem gleichen Projekt gearbeitet hat und auf mysteriöse Weise zu Tode gekommen ist.

Holden hält die Dämonen-Theorie für ausgemachten Humbug und versucht, sich wissenschaftlich der Sache zu nähern. Allerdings muss er sehr bald feststellen, dass an der ganzen Sache doch etwas dran ist und dass auch er mit seinem baldigen Ableben rechnen muss.

Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit und ein Kampf gegen Mächte, gegen die es eigentlich kein geeignetes Mittel gibt.

Filmkritik „Der Fluch des Dämonen“

Für Fans ist der französische Regisseur Jacques Tourneur kein Unbekannter. Bereits in den Vierzigern hat er Klassiker wie „Katzenmenschen“ oder den visuell grandiosen Film „I Walked With A Zombie“ geschaffen. 1957 hatte es ihn aus den USA nach England gezogen, um die uns nun vorliegende, stilbildende Filmikone zu inszenieren.

Der Schein trügt: Der Film ist überhaupt nicht verschnarcht (Foto: Anolis Entertainment)

Der Schein trügt: Der Film ist überhaupt nicht verschnarcht (Foto: Anolis Entertainment)

Natürlich müssen wir berücksichtigen, dass die Sehgewohnheiten vor sechzig Jahren anders waren. Das Monster, das hier herbeizitiert wurde, sorgt heutzutage nur noch für Gelächter. Auch die Szene mit der Séance erscheint uns geradezu absurd.

Und doch bleibt es ein spannender Horrorfilm, der gut konstruiert ist und über weite Strecken überzeugend daherkommt. Uns erwartet eine starke Geschichte mit dem etwas verstaubten Charme der fünfziger Jahre. Die optisch ansprechende Schwarzweiß-Fotografie und die durchgängig ausgefeilte Dramaturgie kompensieren dies allerdings. Oldschool und ohne Computer-Getöse geht es eben auch – wenn auch hier mit Abstrichen, die wir allerdings hinnehmen können.

In die deutschen Kinos kam der Streifen allerdings nie. Die deutsche Erstaufführung fand erst 1979 statt, also 22 Jahre später, als die ARD die um 14 Minuten erleichterte US-Fassung synchronisieren ließ und in den dritten Programmen ausstrahlte.

Die Versionen

Die ursprüngliche Fassung läuft 95 Minuten. Für die US-Kinos wurde der Film auf 81 Minuten Laufzeit gekürzt. Dabei wurden jedoch nicht etwa vermeintlich heftige Szenen entfernt, sondern der Film gemäß einiger Vorgaben ein wenig gestrafft. Auf dem Bildträger sind beide Versionen enthalten. Die nachträglich in der deutschen Fassung eingefügten Szenen wurden nicht nachsynchronisiert. Sie sind vielmehr im englischen Original mit deutschen Untertiteln. Freigegeben ist das insgesamt recht harmlose Horrorvergnügen ab 12 Jahren.

Ein besonderes Schmankerl hält speziell diese Sonderausgabe für Fans außerdem bereit: Die Dokumentation “Speak of the Devil” informiert uns über interessante Hintergründe zu diesem Film und lässt sogar die wenigen noch lebenden Mitwirkenden zu Wort kommen. Das ist zuvor noch in keiner Heimkino-Veröffentlichung geschehen. Auch diese Beigabe empfehlen wir Freunden solcher Klassiker wärmstens.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Toller Ausflug in die (Horror-)Filmgeschichte. Für Fans absolut sehenswert.

Bewertung: 5/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Der Fluch des Dämonen"

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Über den Autor Angus Sc.

Seine Affinität zu Horrorfilmen hatte er bereits in früher Jugend entdeckt. Daraus resultiert seine Vorliebe für Horrorklassiker aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern.


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