Filmkritik Bewertung: 3/5 SterneContagion

Wasch dir die Hände – oder ist es schon zu spät?

Ist es das Cocktailglas? Ist es der Knopf am Aufzug? Oder ist es die Türklinke? Wir hinterlassen Spuren. Überall. Und damit laufen wir Gefahr, Viren auch ohne direkten Hautkontakt zu übertragen. Aus zwei Infizierten werden 4 und aus 4 werden 16 und aus 16 werden ganz schnell eine Million. So weit entfernt von der Realität ist das Ganze nicht. Spätestens nach BSE, SARS und der Vogelgrippe wissen wir, wie verwundbar unsere Zivilisation ist.

Die Geschichte

Mitch (Matt Damon) und seine Tochter Jory (Foto:Claudette Barius, Warner Bros)

Mitch (Matt Damon) und seine Tochter Jory (Foto:Claudette Barius, Warner Bros)

Beth Emhoff (Gwyneth Paltrow) kommt von einer Geschäftsreise aus Asien. Sie fühlt sich momentan nicht so richtig wohl, der Schweiß steht ihr auf der Stirn. Ungeachtet dessen, schiebt sie die seltsame Müdigkeit auf den Jetlag.

Zu Hause warten schon ihr Mann Mitch (Matt Damon) und ihre zwei Kinder. Am nächsten Morgen geht es Beth immer noch nicht besser. Ihre Lage verschlechtert sich dramatisch. Im Krankhaus stirbt sie. Mitch ist fassungslos. Auch die Ärzte können sich nicht erklären, was passiert ist. War es ein Virus? Wenn ja, welches, und vor allem wie wird es übertragen?

In Asien, Europa und Amerika werden die ersten Todesopfer gemeldet. Alle Betroffenen zeigen ähnliche Symptome wie trockenen Husten, Krämpfe und Fieberattacken. Im Internet kursieren Verschwörungstheorien, dass die Regierung die wahren Umstände verschleiert. Der Blogger und Aktivist Alan Krumwiede (Jude Law) berichtet täglich über die Vorfälle.

Dr. Erin Mears (Kate Winslet) erklärt (Foto:Claudette Barius, Warner Bros)

Dr. Erin Mears (Kate Winslet) erklärt (Foto:Claudette Barius, Warner Bros)

Die enthusiastische Dr. Evin Mears (Kate Winslet) versucht vor Ort nach bereits Infizierten zu suchen. Eine nicht nur gefährliche, sondern auch erschöpfende Arbeit. Die Inkubationszeit beträgt nur einige Stunden, und die Krankhäuser füllen sich verdammt schnell. Das Chaos beginnt. Indes suchen Wissenschaftler des CDC – Centers for Disease Control and Prevention – nach einem Gegenmittel. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Filmkritik „Contagion“

Schon wieder eine Endzeitgeschichte mit irgendwelchen Zombies? Darauf können wir antworten: Nein, zum Glück nicht ganz. Denn was Regisseur Steven Soderbergh vermutlich nicht wollte, ist ein erneuter Aufguss auf diese Klischeefilme. „Contagion“ spielt zwar mit einem möglichen Horrorszenario, bleibt aber glaubwürdig. Die Was-wäre-wenn-Frage steht im Mittelpunkt.

Blogger Alan (Jude Law) im Schutzanzug (Foto:Claudette Barius, Warner Bros)

Blogger Alan (Jude Law) im Schutzanzug (Foto:Claudette Barius, Warner Bros)

Mit Damon, Fishburne, Law, Paltrow und Winslet in den Hauptrollen, kann sich das Staraufgebot zweifellos sehen lassen. Und es erledigt seinen Job ausgezeichnet. Das ist auch nötig, denn die Story überzeugt weder mit Komplexität noch mit Vertracktheit. Richtige Gruselmomente gibt es keine. Im Laufe des Films entwickelt sich eine Art Sympathie zu den Darstellern. Eine Ähnlichkeit mit den guten alten Akte-X-Folgen ist sicherlich nicht ganz von der Hand zu weisen.

Gut gefällt uns das flotte Tempo. Somit vergehen die knapp 100 Minuten recht zügig. „Contagion“ hat keine langatmige Liebesromanze, was auch nicht weiter stört. Stattdessen bringen dokumentarische Szenen mit markanter Musik den nötigen Schwung.

Die Versionen

Der Film „Contagion“ läuft ab dem 20. Oktober im Kino mit einer FSK 12 Altersfreigabe.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Top Besetzung, glaubhafter Horror, eingehende Filmmusik und dennoch leider nur Mittelklasse.

Bewertung: 3/5 Sterne
Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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