Filmkritik Bewertung: 4/5 SterneCarnage Park

Nicht stehen bleiben!

Ziel anvisieren und Feuer frei! Im „Carnage Park“ darf auf alles geschossen werden, was fliegt, läuft oder kriecht. Jung-Regisseur Mickey Keating nimmt uns mit auf diese raue, aber sehenswerte Hetzjagd. In der Hauptrolle sehen wir „Der letzte Exorzismus“-Darstellerin Ashley Bell.

Die Geschichte

Gestatten, schlimmer Finger (Foto: Tiberius Film)

Gestatten, schlimmer Finger (Foto: Tiberius Film)

1978. Kalifornien. Zwei Ganoven flüchten nach einem missglückten Raubüberfall in eine nahe gelegene Wüstengegend. Als Geisel haben sie die junge Bankangestellte Vivian Fontaine (Ashley Bell) mitgenommen. “Scorpion Joe“ (James Landry Hebert) und Lenny (Michael Villar) kommen aber nicht weit. Als sie das Privatgrundstück „Carnage Park“ durchqueren, bringt sie der Vietnamkrieg-Veteran Wyatt Moss (Pat Healy) zur Strecke.

Vivian ist nun auf sich allein gestellt. Sie versucht, irgendwie der Hölle zu entkommen. Doch Moss hat sie im Fluchtauto eingesperrt. Er lässt sie aber wieder laufen, um sie anschließend zu jagen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Quer durchs Niemandsland.

Filmkritik „Carnage Park“

1-2-Polizei (Foto: Tiberius Film)

1-2-Polizei (Foto: Tiberius Film)

„Carnage“ heißt übersetzt soviel wie Gemetzel – und genau das bekommen wir auch präsentiert. Jedenfalls stückchenhaft. In typischer 70er-Jahre-Manier – „The Hills have Eyes“ und „Texas Chainsaw Massacre“ lassen grüßen – begeben wir uns in eine staubige Einöde. Der Terror der Menschenjagd kommt wirklich glaubhaft rüber. Um die richtige Stimmung hinzubekommen, hat „Carnage Park“ auch einen Rot-Braun-Filter verpasst bekommen, der ihn alt und vergilbt erscheinen lässt. Damit sieht er nicht mehr nach 08/15-Independent-Film aus. Das gefällt uns. Gleichzeitig hebt sich „Carnage Park“ von der Masse ab.

Sie haben Recht, mein Make-up ist futsch! (Foto: Tiberius Film)

Sie haben Recht, mein Make-up ist futsch! (Foto: Tiberius Film)

Allerdings muss man diese schweigsame, aber dafür dreckig-ruppige Art Filme auch mögen. „Carnage Park“ kommt ohne große Dialogszenen aus. Das wirkt auf Dauer etwas trist und künstlich. Hin und wieder erinnern die Filmszenen an eine Dokumentation im Road-Movie-Stil. Die lockere Kameraführung und die spärlichen Dialoge passen da genauso gut ins Konzept, wie die schier endlose Flucht der Filmheldin. Hin und wieder gibt es ein paar Überraschungen. Die Effekte sehen weniger am Computer programmiert aus und haben mit ihrem Old-School-Aussehen einen gewissen Charme. Langweilig wird es definitiv nicht.

Die Versionen

Aufgrund der teilweise unverblümten Gewaltszenen, ist „Carnage Park“ ab 18 Jahren freigeben. Informationen zu Kürzungen liegen uns nicht vor. In Deutschland erscheint der Film am 2. Januar 2017.

Das Urteil von Horrormagazin.de

Eigenwilliger aber gut gemachter Horror-Thriller in schmutziger 70er-Jahre-Optik.

Bewertung: 4/5 Sterne

Der offizielle Trailer zum Film "Carnage Park"

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Über den Autor Ash Williams

Vor Jahren hat er sich noch vor Horrorfilmen gegruselt. Naja, vielleicht so ein bisschen. Jetzt schaut er sie jedenfalls mit ganz anderen Augen. Je länger er sich mit diesen Filmen auseinander setzte, desto mehr faszinierten sie ihn.
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